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zu T&M - Teil ZWEI

Genau wie bei T&M Teil I. gibt es auch zur Fortsetzung wissenswerte Details. Ich muss allerdings vorausschicken, dass die Geschichte diesmal wesentlich verschachtelter und weniger linear ist. Aus diesem Grund werden viel mehr offene Rätsel verbleiben - ich kann sie erst dann auflösen, wenn meine Erklärung der Handlung nicht mehr vorweggreift.

ACHTUNG: Die Hintergrundinfos werden parallel zum realen Verlauf der Serie auf den neuesten Stand gebracht - wer die Handlung also nicht regelmäßig verfolgt hat, könnte sich einige unliebsame SPOILER einfangen, so er weiterliest!





Einleitung Folge 1:

Die Burg des TodesViel wurde im Forum über diese Burg gerätselt, wo sie wohl liegen könnte, OB sie irgendwo liegt...

Ich war von der allgemeinen Annahme ausgegangen, dass eine Burg, die ganz offensichtlich dem Tod gehört (was aus dem Handlungsverlauf hervorgeht), sicher nicht in unserem Hier und Jetzt stehen kann. Ich denke, wir wüssten davon, wenn irgendwo ein Gebäude stünde, welches dem Sensenmann untersteht.
Da dies aber dennoch zu Missverständnissen führte, sei noch einmal klipp und klar darauf hingewiesen: NEIN, diese Burg existiert NICHT. Jedenfalls nicht für uns wahrnehmbar.
Ob sie nun im Märchenland oder in einer Paralleldimension angesiedelt ist, überlasse ich der Phantasie des Betrachters, denn - ich bin sicher, der Tod würde hier mit mir übereinstimmen - unser kleiner menschlicher Verstand reicht ohnehin nicht aus, uns die Wahrheit dahinter vorzustellen.

Was hingegen die Umgebung bzw. den Stil dieser Burg angeht, so habe ich mich schon an Vorlagen gehalten. Bewusst. Oder in anderen Worten: es hat eine tiefere Bedeutung.


Einleitung Folge 4 ff:
Verdrängung

3...2...1...Als direkte logische Folge aus Obengenanntem ist auch das "Ladenproblem" zu betrachten.

Dieses Detail ist nicht viel anders zu verstehen, als der Tod selbst - allegorisch bzw. symbolisch. Die Lade birst nicht unter dem Druck von Papier, sondern Terminen!

Ich hätte diese Szene auch so darstellen können, dass eine Faust aus dem Terminkalender herausschießt und dem Tod ins Gesicht boxt. Aber das wäre doch viel weniger spektakulär gewesen, als so ein richtig schöner Knall!

Kabooom!
Sich dies vor Augen haltend, sollte man auch erkennen, dass es egal ist, ob so viele Briefe in der Lade sein konnten, wie letztlich am Boden rumlagen. Es geht hier nicht um Physik, sondern darum, dass der Tod im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Hals in unerledigten Aufgaben steckt!
Wucht des Aufpralls

Kapitel 1 Folge 1 ff:
Lieder

Die Lieder, die im ersten Kapitel vorkommen, haben mehr oder weniger Bedeutung. Die vordergründigste ist mal über den Text - obwohl ich nicht ausschließen will (ohne zu diesem Zeitpunkt ins Detail zu gehen), dass noch mehr dahinter stecken könnte. Nicht bei jedem der Lieder, aber zumindest bei einem.
Das erste Lied dieser Szene, "Don't fear the reaper" stammt von der Band Blue Öyster Cult und hat keinen tieferen Sinn außer eben den, dass vom Tod und - in der letzten Strophe - einer jungen Frau die Rede ist. Ich wollte das Lied schon die längste Zeit mal einbringen. Anders das Lied, das etwas später zitiert wird. Achtung SPOILER, erst lesen, nachdem Bonnies Identität bekannt ist: Hier habe ich mich eines kleinen Tricks bedient, damit mir meine Leser nicht allzu schnell auf die Schliche kommen. "You're lost, little girl" ist ein Song von The Doors, das hat eine clevere Forumsuserin auch sehr schnell herausgefunden. Allerdings gibt es ein Remake von Siouxie and the Banshees. Die Banshee wird hier also vorweg genommen, wie auch ihre generelle Botschaft an das Mädchen.

Das Lied im Bild links ist eine weitere Hommage an die 20er Jahre - wer es nicht kennt, kann hier (RealMedia File) reinhören. Auf Deutsch kennt man es unter dem Titel "Wochenend' und Sonnenschein".


Kapitel 1 Folge 5 & 8::

Hibiskus 1Hibiskus 2Laut Internet ist der Hibiskus die Nationalblume Koreas (beider Hälften?) und ihr koreanischer Name enthält das Wort für "Unsterblichkeit", welche die Blume damit unter anderem symbolisiert.

Ich fand das amüsant und treffend, insbesonders wenn man der Reaktion des roten Hibiskus auf den Blick des Todes (siehe Bild rechts) gedenkt.


Kapitel 2 Folge 2:
Die neue Uhr

Eine andere Forumsfrage lautete: "Wie kann der Tod vorhin bei Mercedes gewesen sein, wenn er erst jetzt seine Uhr erhält?"

Dem kann ich nur antworten: Lest den Text! Vorzugsweise im ersten Bild des zweiten Kapitels.


Kapitel 2 Folge 8:
Boxershorts, gepunktet

Man möge diesen Gag nicht allzu ernst nehmen und vor allem keine Philosophie drum herum aufbauen.

Die Idee zu den Boxershorts stammt weniger von mir, als einigen meiner Leser. Konkret: Leserinnen (ja, über derartiges zerbrechen sich wohl nur Frauen den Kopf), die in meinem alten Forum eine rege Diskussion nebst Fanart-Beispielen über die mögliche Unterwäsche des Todes entfacht hatten.


Kapitel 2 Folge 12:
Men In Black

Da wir gerade von nicht allzu ernstzunehmenden Gags sprechen: dies ist ein weiterer. Wer die Herrschaften nicht erkennen sollte: es sind die Men in Black, wie man sie aus dem FILM kennt. Derselbe basiert, wie nicht jeder weiß, auf einem amerikanischen Comic (Marvel) von Lowell Cunningham, bekannter ist aber wie erwähnt die Verfilmung mit Tommy Lee Jones und Will Smith.

Warum ich ausgerechnet diesen Film zitiere? Der Tod und der Kleine Tod befragen eine Person, die nicht im Bild ist, ohne dieser über ihre eigene Identität Auskunft zu geben - ergo mussten sie wie Geheimagenten auftreten. Da bei MiB ein essentielles Element darin besteht, dass die Agenten ihre Brillen aufsetzen und dann die Umherstehenden auf ein kleines stabförmiges Objekt schauen lassen, drängte sich hier der Umkehrschluss auf, denn der Tod (verkörpert durch Tommy Lee Jones) nimmt hier die Brille ab, und das stabförmige Objekt, das er aus der Tasche zieht, ist seine Allzwecksense.
Ganz abgesehen davon verrate ich an dieser Stelle auch mal einen kleinen erzähltechnischen Trick: Wenn man seine Leser von allzu offensichtlichen Dingen ablenken will, stelle man eine andere Thematik in den Vordergrund.


Kapitel 3 Folge 4:


Diese Information enthält der Handlung vorgreifende SPOILER, man sollte sie frühestens lesen, wenn man mehr als die Hälfte des 4. Kapitels gelesen hat!

 

Viele Leser fragen sich, wie Mercedes so naiv sein kann, einer völlig Fremden wie dieser scheinbar aus dem Nichts auftauchenden Frau, die sich Bonnie nennt, ihren heißgeliebten Blumenladen anzuvertrauen. Einigen Lesern ist dabei aufgefallen, dass Mercedes gegen Ende der vierten Folge des dritten Kapitels seltsam glänzende Augen hat. In der Tat: Wenn man genau hinsieht, wird einem auffallen, dass Bonnie ständig einen leicht ätherisch wirkenden Glanz in ihren wasserblauen Augen aufweist, und gerade, als Mercedes' Augen ähnlich glänzen, funkeln die von Bonnie ganz besonders stark. Das kann kein Zufall sein, oder? Insbesondere wenn man bedenkt, dass Bonnie eine Dienerin des Todes ist ...

Kapitel 3 Folge 8:

Die wirklich essentiellen Aussagen meines Comics gehen oft ungehört unter, daher nochmal ein deutlicher Hinweis, dass ich diesen Umstand für bedeutend erachte.

Ganz allgemein wird der Tod gerne mit Friedhöfen, Leichenkammern und dergleichen in Verbindung gebracht. Meine Tätigkeit am Institut für Gerichtsmedizin in Wien hat mir eins ganz deutlich gezeigt: Nirgendwo ist der Tod so fern, wie an Orten, wo tote Körper rumliegen! Und das ist ja auch völlig logisch, denn was in aller Welt soll der Tod mit denen anfangen? Toter als tot geht nicht mehr.

Man könnte mich jetzt fragen, woher ich weiß, wo der Tod präsent ist und wo nicht. Nun ja. Wenn ich mich nicht schon mein Leben (sic!) lang mit ihm befassen würde, würde ich wohl keine ellenlange Geschichte über ihn schreiben und zeichnen, oder? Also, ja, man kann den Tod tatsächlich spüren. Wer das erleben will, der gehe mal in ein Heim für Sterbebegleitung, aber ich warne gleich vorweg: Für Normalsterbliche kann so ein Erlebnis äußerst deprimierend sein.


Kapitel 3 Folge 10:
verbittert

 

Ich habe überlegt, ob ich vielleicht im Strip selbst Hinweise darauf geben soll, wer mit dem "jemand" gemeint ist, aber dann dachte ich, der aufmerksame Leser könnte vielleicht selbst dahinter kommen.
Mercedes hat allem Anschein nach keine sonderlich gute Beziehung zu ihrer Mutter, und genau die ist hier angesprochen. Dass die zwei sich nicht ganz grün sind, merkt man übrigens im ersten Kapitel von T&M II, als Mercedes mit ihr telefoniert.



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© Nina Ruzicka www.cartoontomb.de