News  
  Nina 
  Tod & Mädchen
  Artwork 
  FAQ 
  Kontakt 


Filmtipps: Tod


Es gibt einige Filme, in denen spielt der Tod eine Haupt- oder zumindest eine tragende Rolle. Sei es als Phänomen, sei es als Personifikation. Ich verlinke hier nur die, die ich persönlich gesehen habe. Also bitte, liebe Pratchett-Fans, seid geduldig, ich will mir aus ehrenrechtlichen Gründen keine TOD-Bücher oder -Filme ansehen, ehe ich meine eigene Geschichte nicht abgeschlossen habe.

 

 

Dead Man Regie: Jim Jarmusch (USA 1996)

Wer schon immer mal Cannabis konsumieren wollte, dies bislang aus gesundheitlichen oder moralischen Gründen nicht gewagt hat, sollte sich diesen Film ansehen. Einfach grandios, wie der Zuseher mittels Bildschnitt und Kameraführung immer tiefer in das Delirium der Hauptfigur hineingezogen wird.

Eine Handlung lässt sich hier schwer beschreiben. Oberflächlich gesprochen könnte man es so sagen: Ein junger Buchhalter landet im hintersten Wild-West-Kaff und wird dort versehentlich in einen Mord verwickelt. Er muss fliehen, wird dabei von den Schergen des Vaters des Ermordeten verfolgt und findet in dem Indianer Nobody einen Helfer und Verbündeten. Das ganze durchlebt der Held mit einer Kugel in der Brust, die ihm langsam aber sicher den Tod beschert. Sein Leben endet in einem Todeskanu, in dem er auf die letzte Reise geschickt wird.

Da er dabei aber immer noch bei Bewusstsein ist, drängt sich die viel schlüssigere Deutung auf, dass der gesamte Film ein einziges Sterben war. Es ist nebensächlich, ob man (wie einer meiner Bekannten) darauf besteht, dass der Held eigentlich schon die ganze Zeit über tot ist oder ob man sein Sterben begleitet. Es geht nicht um den physischen Tod, sondern den Tod seines Bewusstseins. Insofern könnte man eigentlich schon annehmen, dass alles, inklusive der Szenen, ehe Johnny Depp die Kugel in die Brust versetzt bekam, nicht real war. Es ist ein einziger, langer und wunderbar bebilderter Film über das Sterben eines Mannes. Ob die dargestellte Handlung nun tatsächlich stattgefunden hat, ob die Figuren überhaupt existieren oder alles von Anfang bis Ende eine Metapher für den Übertritt war, ist im Detail nicht wichtig.

     

Das Siebente Siegel Regie: Ingmar Bergman (SW 1956)

Der wie ich finde immer noch schönste Bergman-Film. Sehr symbolisch, sehr plakativ, sehr melancholisch, mit vielen schönen Bildern, die man sich gar nicht in Farbe vorstellen will. Der Klassiker unter den Tod-Filmen und unter den Werken des Regisseurs.

Ein Ritter kehrt vom Kreuzzug nach Schweden heim. Dort wütet die Pest, und es dauert auch nicht lange, bis der Tod dem Ritter erscheint und ihn holen will. Obwohl eigentlich melancholisch und lebensüberdrüssig, fordert der Ritter fordert den Tod daraufhin zu einer Partie Schach heraus: Verliere er, überlasse er sich dem Tod.

Der Verlauf des Films zeigt einen Todesreigen, ja, geradezu einen Totentanz. Letzterer wird am Ende sogar optisch deutlich, wenn alle Protagonisten (mit Ausnahme des Gauklers und seiner Familie) mit dem Tod tanzen müssen (i.e. von ihm geholt werden). Eine detailliertere und blumigere Beschreibung liefert findet sich hier.

     
Animation Drama Horror Komödie SF /Fantasy Tod

© Nina Ruzicka www.cartoontomb.de