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Der steinige Weg zur Druckversion

Retrospektiven von Nina Ruzicka und Lydia Schönberger

Vorwort

Wenn nur nach mir gegangen wäre, hätte ich die Druckversion von T&M nie in Angriff genommen. Ich persönlich fühlte mich mit meinem Webauftritt wohl. Doch die Leserschaft wollte es anders.
Über Jahre hinweg wurde ich mit Anfragen bezüglich eines Buches gequält. Ich war immer (und bin es noch) gegen das einmalige Erscheinen des Comics in einem dicken Druckwerk. Einen bis zwei Monate nach Erscheinen wäre es nämlich in irgendeinem Regal verstaubt und keiner hätte sich mehr darum gekümmert - so, wie es vielen "Einzelschüssen" widerfährt. Ein einziges Druckwerk mag für den Leser vielleicht leichter zu erstehen sein, für die Verkaufszahlen und die Verbreitung des Werkes ist es aber tödlich. Wenn also schon Druck, so dachte ich, dann ein periodisches Werk.

Meine erste Wahl fiel auf ein Comicheft, mit Vorbild amerikanischer Comics, die ein- bzw. zweimonatlich erscheinen. Für ein solches hätte es allerdings finanzkräftiger Sponsoren bedurft, denn einmalige Drucklegung und Erscheinung kosten unterm Strich natürlich weit weniger als mehrmalige. Genau an diesem Problem scheiterte mein erster Anlauf.

Im zweiten Anlauf versuchte ich es daraufhin mit einem externen Verlag. Die größeren bis mittleren deutschen Comicverlage (österreichische gibt es keine) waren jedoch an meiner Geschichte nicht interessiert. Ich versuchte es bei Kleinstverlagen, kam auch mit einigen ins Gespräch, musste die Sache dann aber wieder abblasen, da die mir vorgelegten Verträge nicht meinen Vorstellungen entsprachen. Ich hätte nahezu alle Rechte an meinem eigenen Werk aus der Hand geben müssen.

Der dritte Anlauf folgte auf dem Fuße, er hatte sich im Grunde schon während des Verlagsdesasters abgezeichnet. Nachdem mich Lydia Schönberger, welche mittlerweile einen Verlag gegründet hat, monatelang vergeblich zu überreden suchte, doch mit ihr das Projekt zu wagen, gab ich schließlich nach.

Mein langes Zögern hatte gute Gründe. Ich wusste mittlerweile (oder ich glaubte es zu wissen, tatsächlich hatte ich aber noch keine Ahnung!), wie viel Arbeit und Geld für die Durchführung vonnöten waren. Ich fürchtete, dass ich sie am Ende in den finanziellen Ruin stürzen würde, denn wer kann im Vorhinein sagen, ob sich das Druckwerk überhaupt rentieren wird?

Nina war wie sie schon schrieb erst ziemlich skeptisch mit mir das Druckwerk zu produzieren (manchmal habe ich das Gefühl, sie ist es heute noch). Aber ich drängte wohl zu viel, so dass sie dann doch eines Tages nachgab.

Damals war ich voller Enthusiasmus und überglücklich mit ihr das Druckwerk machen zu dürfen. Heute, nach vielen stressgeplagten Abenden und Wochenenden, bin ich schon etwas müde. Aber dies ist wohl nur ein vorübergehender Zustand. Denn eigentlich freue ich mich jetzt schon sehr, das Album am Markt zu sehen.

Die folgenden Alben werden sicher von meiner Seite nicht mehr so stressig. Die Firmengründung gleichzeitig mit der ersten Heftproduktion war, würde ich aus heutiger Sicht sagen, dumm. Viel besser wäre es gewesen, die Firmengründung vor der Produktion zu beenden. Aber wir sind ja zwei Verrückte, daher passt das schon so wie es lief.

Das Format

Der erste Planungsschritt bestand darin zu entscheiden, in welchem Format wir drucken wollten. Aufgrund beschränkter finanzieller Mittel kam meine ursprüngliche Idee eines Heftes nicht mehr in Frage. Wir einigten uns letztlich auf ein Album, wobei ich darauf bestand, dass die von meiner Website bekannten Hintergrundinformationen mit hinein genommen werden mussten.
Nach einiger Rechnerei kristallisierte sich die beste Lösung wie folgt heraus: 3 Bände zu je 64 Seiten im Ausmaß 29 x 22 cm.

Meine erste Aufgabe war es, die Geschichte in 3 logische Teile aufzuspalten. Dann musste ich berechnen, wie viele Seiten mit den pro Teil vorhandenen Strips gefüllt werden konnten. Die Differenz ergab jene Anzahl an Strips, welche zusätzlich gezeichnet werden mussten.
Ich stellte fest, dass ich noch verdammt viel zu zeichnen hatte!

 

Nina von der Heftidee abzubringen war gar nicht so schwer wie ich erst dachte. Ich war der Meinung, dass wir uns mit einer Heftserie nicht nur finanziell sondern auch in Bezug auf die dafür notwendige Zeit übernehmen würden. Sponsoren waren sowieso, aufgrund des Themas, keine in Sicht. Deshalb war die Sache mit dem Album ein guter Kompromiss.

Bezüglich der Teilung der Geschichte und der dafür notwendigen zusätzlichen Strips haben wir sehr lange gebrütet. Einziger Knackpunkt war der dritte Band. In die dafür vorgesehenen Strips ließ sich - laut Ninas Aussage - kein Einschub mehr machen, weil die Handlung dafür zu dicht sei. Daher wollten wir hier ursprünglich nur ein 48 Seiten-Heft machen. Eines schönen Tages jedoch rief mich Nina freudig an und erzählte mir, sie hätte eine Idee, und wir können auch den dritten Band mit 64 Seiten konzipieren.

 

Zwei DAUs in Sachen Druckvorstufe

Eine Tatsache, mit der ich Lydia von Anfang an konfrontiert hatte, war die, dass ich selbst keine Ahnung vom Druck habe. Ich bin kein ausgebildeter Grafiker, kenne mich weder mit CMYK-Farben noch mit Layout aus. Ich wäre, so warnte ich sie, nicht mal in der Lage, ein Cover zu entwerfen.
Wie ich es befürchtet hatte, unterschätzte sie meine Unfähigkeit. Sie unterlag dem allgemeinen Irrglauben, eine Künstlerin müsse doch einfach alles können, und jegliche Verneinung beruhe nur auf zurückhaltender Bescheidenheit.
Wer je einen Blick auf das Layout meiner Website geworfen hat, sollte eigentlich eines besseren belehrt sein.

Ninas Zweckpessimismus hat nicht nur einmal dazu geführt, dass wir zwei heftig aneinander krachten. Gleich zu Beginn in Sachen Cover und Layout. Für Nina eine Hürde, die ihr bildlich gesprochen aus dem Kopf wuchs und niemand überspringen kann. Schon gar nicht sie selbst. Ich versprach, ich kenne jemanden, der das kann, und das Layout mache ich selbst. Das ist ganz einfach. Sie glaubte mir trotzdem nicht, und das Thema kam hundert Mal auf den Tisch. Ich nahm daraufhin mit einer damals guten Freundin Kontakt auf, da deren Freundin Grafikerin ist. Ich dachte, das ist eine gute Idee. Aber dem war schlussendlich nicht so.
Wir standen nach diesem kurzen Abenteuer weiterhin ohne Cover und ich zudem ohne gute Freundin da. Nun war guter Rat teuer und Nina neuerlich diskussionsfreudig.

Kann man es mir verdenken?

Ich nahm daraufhin mit Vicki, einer ehemaligen Freundin, zaghaft Verbindung auf. Sie ist Druckvorstufentechnikerin und immer für wahnsinnige Ideen zu haben. Nach einigen Überredungskünsten willigte sie ein zu helfen. Ausgleich. Eine Freundin weg, eine andere kam zurück.

Die Zusammenarbeit gestaltete sich anfangs recht schwierig, aber wir fanden im Laufe der Zeit immer besser zueinander. Ich gebar Ideen, Vicki setzte sie um und Nina zerstörte die Sandburg. Zuletzt bauten wir mit Beton, und Nina motzte wenigstens nur noch am Anstrich herum. Das Layout der Strips war dann wirklich eine Kleinigkeit und an zwei Abenden erledigt.

Die Konklusion: Ich habe viel gelernt, ein paar graue Haare gewonnen und dank Ninas Kater Alfred meine Katzenallergie so oft bestätigt bekommen wie noch nie zuvor in meinem Leben.

Justitias drohender Zeigefinger: die vielen potentiellen Rechtsfallen

 

Der Bilderstreit

Nie hätte ich geahnt, dass mein bescheidener Wunsch, meine Hintergrundinformationen auch in die Druckversion zu integrieren, ein so gewaltiges Problem darstellen könnte.

Der Bilder und Fotos, mit welchen ich meine Erklärungen illustrieren wollte, wird man in druckfähiger Auflösung nicht so einfach habhaft. Derartiges Material wird von Bildagenturen gesammelt und zum Verkauf angeboten – aber wer nun denkt, das sei alles kein Problem, der irrt gewaltig.

Erstmal muss man ein Bildarchiv finden, von welchem man annimmt, dass es die gesuchten Bilder überhaupt auflistet.
Zweitens muss man sich als potentieller Kunde bei den Bildarchiven registrieren lassen, und was nun erfolgt, stellt selbst die Passagierkontrollen auf amerikanischen Flughäfen in den Schatten.
Zunächst muss der Antragsteller alle nur erdenklichen persönlichen Daten bekannt geben. Dann wird der Antrag überprüft und es wird erwogen, ob die Person überhaupt befugt ist, in die Heiligen Archivhallen vorzudringen. Wenn man nämlich nicht beweisen kann, dass man die gewünschten Bilder für eine professionelle Publikation zu verwenden gedenkt, wird man glatt abgewiesen.
Sobald man dem ersten Röntgenblick standgehalten und passiert hat, ist man befugt, das Bildarchiv zu durchstöbern. Sofern man darin fündig wird, beantragt man das gewünschte Bild. Man muss dann detailliert Auskunft darüber abgeben, wozu genau, in welchem Zusammenhang und welchem Format das Bild abgedruckt werden soll, an welcher Stelle des Druckwerkes (Cover oder Innenseiten) und wie hoch die geplante Auflage ist.
Erst wenn all diese Fragen geklärt sind und man die Zustimmung erhält, ist man befugt, das gewünschte Bild zu kaufen!

Dieses Kasperltheater war mir unterm Strich zu mühsam, ganz abgesehen von der Tatsache, dass die Heiligen Archivhallen aber auch gar keines von den Bildern enthielten, welche ich suchte.

Dies ist der Grund, warum es (zumindest im ersten Band) keine Fotoabdrucke in den Hintergrundinformationen gibt. Ich schließe für Band 2 und 3 nichts aus, werde mir den Aufwand gemessen an der Wichtigkeit der Bilder jedoch gut überlegen!

 

Der Titelstreit

Dies war eigentlich nur ein Streit zwischen Nina und mir. Leider kam ich erst sehr spät zu der Vermutung, dass der Titel "Der Tod und das Mädchen" eventuell durch einen anderen Verlag besetzt sein könnte. Nina bestand auf ihrem Argument, dass dieser Titel 'Allgemeingut' sei, weil er schon seit Jahrhunderten hinweg immer wieder verwendet worden wäre, aber darauf wollte und durfte ich mich als Verlegerin nicht verlassen. Bekanntlich hat die Rechtsprechung ihre eigene Logik. Eine Anfrage bei Titelrechtsexperten bestätigte dann meine Befürchtungen. Deshalb musste eine Titelrecherche her.
Diese ergab, dass der Titel schon von mehreren Verlagen verwendet wurde, und die Experten schlugen mir vor, bei zumindest drei der in Frage kommenden Verlage anzurufen.
Ich war ziemlich niedergeschlagen.

Also Telefon her und Nummer gewählt. Ein Fax hob ab. Toll. Nächster Verlag. Wieder ein Fax. Und beim dritten Verlag das gleiche Spiel von Neuem. Also versuchte ich die Durchwahl wegzulassen.
Beim ersten Verlag erklärte man mir, dass sie das fragliche Buch gar nicht im Programm hätten, und dass die Angabe ihrer Adresse in der Titelrecherche wohl nicht korrekt sei.
Also zweiter Verlag. Wieder ohne Durchwahl. Die Telefonvermittlung verband mich mit der Rechtsabteilung. Eine Dame, anfangs sehr freundlich, fragte mich ob der Titel bereits in Mehrfachnutzung sei (häh?). Ich sagte, er werde schon als Teil anderer Titel verwendet. Sie müsse beim Justitiar nachfragen. Antwort: Nein, ich dürfe diesen Titel nicht verwenden, denn da gebe es ein sehr bedeutendes und wichtiges Theaterstück. (Gemeint ist das Stück von Ariel Dorfman, in dem es um politische Verfolgung in einem südamerikanischen Land und die persönlichen Foltererlebnisse einer Frau bzw. deren Rache an ihrem Peiniger geht - also nicht zu vergleichen mit der Comichandlung).
Ich fragte was mit all den anderen Titeln sei, die "Der Tod und das Mädchen" verwenden und nannte ihr zwei Titel. Sie sagte, sie müsse den Justitiar fragen. Dann kam zurück, also wenn da bereits eine Mehrfachnutzung vorliege - Zusätze zum Titel zählen dabei nicht - dann bräuchte ich nicht extra zu fragen, sondern dürfe es ungefragt benutzen. Aha.

Ich sparte mir danach die Anrufe bei den anderen Verlagen und schrieb eine Telefonnotiz. Ich hoffe, die hilft, falls doch noch Klagen eintrudeln.

 

Der Tod und der Autor

Ein weitaus größeres Problem stellte sich für uns mit der vormaligen R.B.-Historie. Diese wird nur alteingesessenen Lesern bekannt sein – all jene, die erst ab Mitte Juli 2005 hinzugestoßen sind, werden sie nur mehr unter dem Titel Der Tod und der Autor vorfinden. Sie werden vermutlich auch nicht wissen, wer mit R.B. gemeint ist – aus rechtlichen Gründen muss ich leider auf die volle Ausschreibung des Namens verzichten.

Um ganz sicher zu gehen, dass wir mit keiner Klage konfrontiert würden, schrieben wir an die Agentur von R.B. eine Anfrage, ob wir die Episode drucken dürften. Wir legten die gesamte R.B.-Historie als pdf-File bei, verfassten eine ausführliche Erklärung, worum es darin ging und hofften auf baldige Klärung.
Genau die kam natürlich nicht. Die Agentur hüllte sich in wochenlanges Schweigen, mehrere Nachfragen erzielten null Reaktion – bis wir schließlich doch noch die kurze und knappe Antwort erhielten: Erlaubnis verweigert. Keine Erklärung, kein Kommentar. Ob die Ablehnung von R.B. persönlich kam, oder ob wir den Agenturheinis einfach nur auf die Nerven fielen, lässt sich schwer sagen. Tatsache ist lediglich, dass Lydia, die immer sehr furchtsam ist, wenn es um juristische Fragen geht, drauf und dran war, die gesamte Episode aus dem Comic raus zu streichen.

Hier kommt Batman ins Spiel.

Just als uns der negative Bescheid erreichte, saß ich nämlich im Kino und sah mir "Batman returns" an. Ich muss gestehen, ich kann nicht beurteilen, ob der Film nun gut oder schlecht war. Lydia schickte mir in ihrer üblichen Liebenswürdigkeit ein SMS, das mich erreichte, bevor der Film anfing. Ich war daraufhin so wütend auf die Agentur, dass ich mich nicht wirklich auf die Filmhandlung oder deren Logik konzentrierte. Ich sah bloß haufenweise Action und Kampfszenen – und die verfehlten ihre Wirkung nicht.
Kaum hatte ich den Kinosaal verlassen, rief ich Lydia zurück und brüllte ins Telefon "Die Deppen können mich am Arsch lecken, die R.B.-Historie kommt hinein, und wenn ich alles umschreiben muss!!"

Lydia blieb verzagt, aber ich scheine derart aggressiv gewirkt zu haben, dass sie nicht widersprach.
Ich hingegen fuhr heim und schrieb noch in derselben Nacht alle Dialoge in der ehemaligen R.B.-Historie um, entfernte alle Namen, Werktitel und Zitate, die mit dem Autor oder dem Werk in Verbindung gesetzt werden konnten und löschte die Hintergrundinformationen sowie die englische Version temporär von meiner Website. (Anm: Mittlerweile ist alles wieder online).

Das Ergebnis mag jetzt für Nicht-Eingeweihte ein wenig befremdlich wirken (Was ist das für ein ominöser Autor? Wieso wird sein Name nie genannt?), jedoch ist genau das beabsichtigt.

 

Die Tücken der Verlagsgründung

Was im Bezug auf den Verlag alles zu beachten ist, war mir anfänglich nicht sonderlich bewusst. Juhu, wir gründen einen Verlag. Aber wo?

Die Schweiz, mein derzeitiger Wohnsitz, schied aufgrund der Nicht-EU-Mitgliedschaft und der daraus sicher resultierenden Probleme aus. Wien als Verlagsstandort kam für mich, schon aufgrund der mäßig bis gar nicht vorhandenen Comickultur (jetzt werde ich sicher von einigen geschlagen) und meiner Aversion gegenüber der österreichischen Regierung und deren Steuer- und Kulturpolitik, nicht in Frage. Blieb nur noch Deutschland, und da musste es Leipzig sein. Der Verlagsstandort schlechthin in Europa. Angeblich gibt es in Leipzig 82 Verlagshäuser, ich bin wohl das dreiundachzigste.

Was ich unterschätzt hatte: Es gibt Hürden über Hürden. Firmenrechte, Titelrechte, Bilderagenturen, Patentanmeldung, Gewerbeanmeldung. Und alles ist verbunden mit Kosten, Kosten und nochmal Kosten.

Druckereiverhandlungen. Reisen. Bern – Wien – Leipzig – Düsseldorf (dort sitzt meine Steuerberaterin). Berufsgenossenschaft, Finanzamt, Büroservice. ISBNummer. Endlose Diskussionen mit Nina. Anfragen bei IHK. Messebesuche bei wenig kooperativen Kollegen (Jan Dinter vom Zwerchfell-Verlag sei hier als positive Ausnahme hervorgehoben, er war mir eine grosse Hilfe). Vertriebsanfragen. Telefonate. E-Mails. Und immer wieder: "Du gründest einen Verlag? Hahahaha!" – "Du gründest einen Verlag? Wow!"

Man muss schon sehr idealistisch sein, um sich das alles anzutun.

 

Vertrieb & Marketing

Ein wichtiger Aspekt, an den viele Selbst- und Kleinverleger zu wenig denken, ist die Verbreitung des gedruckten Werkes. Letztlich auf 5000 Stück Alben sitzenzubleiben, ist ein Los, das wir tunlichst zu vermeiden suchen, ergo haben wir von Anfang an beschlossen, den Comic nicht bloß via Online-Shop zu vertreiben. Die Reichweite dieses Mediums ist begrenzt, viel wichtiger ist es, jene Käuferschicht auf sich aufmerksam zu machen, die das Produkt noch nicht kennt.

Genau das ist es aber auch, was die Produktion des Comics weiter verteuert. Sowohl der Vertrieb kostet Geld, als auch Marketing und Werbung. Beide sind unverzichtbar.

Sollte alles gut gehen, wird das Comicalbum ab Mitte September 2005 in allen deutschen Bahnhofs- und Flughafenkiosken aufliegen, österreichweit .... Die Schweizer werden sich leider auf Bestellungen via Online-Shop begnügen müssen - allein schon aufgrund der Einfuhrbestimmungen aus dem EU-Raum in die Schweiz war uns hier eine flächendeckende Belieferung zu riskant.

Mir war von Anfang an klar, dass der erste Band keinen Gewinn abwerfen wird. Selbst mit allfälligen Sponsorgeldern wird wahrscheinlich nicht mehr als Break-Even zu erreichen sein.

Aber ich bin guten Mutes. Ohne Werbung kein Verkauf, ohne Verkauf kein Gewinn. Das zweite Album wird aller Voraussicht nach nicht mehr diesen Aufwand verursachen. Sofern sich der erste Band gut verkauft, könnte sich der zweite Band sogar rechnen. So hoffe ich.


© Nina Ruzicka www.cartoontomb.de