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Biographie

Zur Person:

Angaben wie Haarfarbe, Geschlecht, Gewicht u. dgl. finde ich doof,
weil sich das täglich ändern kann (ja, auch das Geschlecht!
manchmal fühl' ich mich wie ein kanadischer Holzfäller - so what!).

Geboren am 29. Juli 1972 in Wien. Daselbst immer noch ansässig.

Interessen: mannigfaltig, mit wechselnden Präferenzen.

Musik:
  • alte Musik, v.a. weltliche; Opern, am liebsten konzertant; Bach; Mozart (von Le Nozze nie genug); Schubert; Erik Satie (ich gestehe, weniger wegen seiner Musik, denn wegen seiner Skurillität); Schostakovitsch; Schnittke.
  • Traditional Jazz (1920er bis 1940er Jahre), bin aber kein Fachmann; deutsche Schlager und Tanzmusik aus ebender Zeit, vorzugsweise aber vor 1933.
  • nach 1950 nur bedingt, fallweise Gusti wie 70er-Jahre Rock (Deep Purple, Blue Öyster Cult, Jethro Tull), David Bowie, Klaus Nomi, Danny Elfman (and the Mystic Knights of the Oingo Boingo), The Tiger Lillies, Bobby Goldsboro, Marilyn Manson (aber nur von CD, ich habe ihn live gesehen und war nicht beeindruckt)

 

Zum Werk:

Das Zeichnen war von Anfang an da, irgendwie, aber nicht wirklich hervorstechend. Ich wurde nie in die Fernsehsendung "Zeichnen, Malen, Formen" eingeladen, was mich sehr frustriert hat.

Nach der Matura (Abitur) wollte ich Malerin werden, habe jedoch nach einigen erbärmlichen Versuchen, eine Präsentationsmappe zu gestalten, das Ziel aufgegeben. Ich wollte mich zwar künsterlisch betätigen, sah für mich aber keinen Sinn darin, Leinwände zu bepinseln.
Auf der Richtungssuche bin ich u.a. in der Theaterwissenschaft und im Modekolleg (s.u.) gelandet, wobei ich während letzterem das Comiczeichnen wiederentdeckte. Und da wurde mir auch klar, warum es mit dem Bildermalen nicht geklappt hatte: Ich will keine Momentaufnahmen einzelner Szenen machen, ich will Geschichten erzählen. Und das geht nunmal besser in einer Bilderfolge (wenn man nicht Brueghel oder Bosch imitieren will).

Ich verstehe mich auch heute nicht als bildender Künstler, sondern als Geschichtenerzähler. Wenn ich die Geschichten in meinem Kopf aufschreiben oder gar in Musik umsetzen könnte, würde ich vermutlich aufs Zeichnen verzichten, allein schon, weil schreiben schneller geht und Musik die Seele unmittelbar erreicht. Die Befriedigung, den Kick, kriege ich allerdings nur beim Zeichnen, und also muss dies wohl das Mittel der Wahl bleiben. Ich bin nicht unglücklich darüber. Andererseits wollte ich den kleinen Unterschied zum bildenden Vollblut-Künstler hervorheben.

Da es nicht unbedingt leicht ist, sich von seiner Kunst zu ernähren, absolvierte ich auch nach meiner gloriosen Selbstfindung noch mehrere Berufsausbildungen. Und weil ich außerdem weitgestreute Interessen besitze!

 

Bewusste oder unbewusste Beeinflussung meiner Arbeiten durch:

  • Stummfilme (Lon Chaney!!!)
  • amerikanische Cartoons (i.e. Zeichentrickfilme) der 30er und 40er Jahre
  • wenige Comics, und die auch nur aus - quel malheur! - den USA, namentlich Anti-Helden wie Spider-Man (der ist zwar ein Held, letztlich doch aber ein armes Würstchen) oder Poetisches wie Sandman
  • Stichwort Horrorfilme; nochmal Lon Chaney; Vincent Price; Tim Burton;
  • Stichwort deutsche Tonfilme - Willi Forst; aber auch noch 50er Jahre - Boy Gobert;
  • Fernsehzeichentrickserien der 80er und 90er Jahre (Beetlejuice)

 

Ich signiere nicht gern. Vergesse es auch regelmäßig oder versuche, mir die Sache mittels Abwechslung schmackhaft zu machen. Von 1990 bis 1999 hatte ich jedes Jahr unterschiedliche Initialien, manche Bilder sind mit meinem Alternativnamen "Winston C." gezeichnet, die meisten gar nicht.
Die von vielen als "Huha" gelesene Signatur, die ich bei meiner Serie NINA verwende, bedeutet schlicht und einfach Nina - auf kyrillisch geschrieben.
Das Pseudonym "Rinzicka" ist den Leuten vom Fernsehsender arte zu verdanken. Sie schickten mir ihre Monatszeitschrift ein Jahr lang auf diesen Namen!

Die Inhalte der Bilder (und teilweise der Comics) kann man als tendenziös betrachten. Meist deprimierend, verstörend (hoffe ich zumindest), wenn aber Blut fließt, ist es nie ernst. Grauen steckt nur in den gewöhnlichen Dingen. Und in der Nostalgie.


Curriculum vitae:

Ausbildungen lila Berufe orange
1990

AHS-Matura

1990-1992

Uni Wien (Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte), Studium abgebrochen
ein Jahr lang Gesangsunterricht am Schubertkonservatorium Wien
Klavier und Zugposaune an der Musikschule Wien

1992-1993

Kolleg für Mode und Bekleidungstechnik (Schneiderei), Ausbildung abgebrochen
Bierkellnerin in einem Countrywestern-Lokal

1994-1995

Berufsschule für Bürokaufleute (einjährig verkürzte Lehre), Lehrzeit als Sekretärin in einer Rechtsanwaltskanzlei

1995

Uni Wien (Russisch, Tschechisch), Studium abgebrochen wegen Bandscheibenvorfall (und demzufolge Ausfall aus dem Sprachkurs)

1996

nochmal Sekretärin in einer Rechtsanwaltskanzlei (einer anderen)

1997-laufend

Cartoonistin + Comiczeichnerin

1997-1998

Kinobuffet (Service, Verkauf)

1998-1999

Bauarbeiterin (Parkettlegen)

1999- 2002

Höhere Technische Lehranstalt für Chemische Berufe Rosensteingasse
Sondermüllsortiererin (und -entgegennehmerin) in der Leopoldau, nur samstags

2002

Chemisch-technische Assistentin (organisch-chemische Analysen am Institut für Gerichtsmedizin in Wien)

2003-2004
sowie
2005-2006

wieder CTA (diesmal im Bereich Gentechnik - Molekularbiologie, namentlich Mikroinjektion und Zellkultur, daneben auch für 3 Perioden als Tutorin in einem FH-Laborpraktikum); der Job war ein Uni-Projekt, das nach Ablauf der ersten Einheit erneut eingereicht und dann fortgeführt wurde, daher die zeitliche Unterbrechung

2006-2009

Drei gloriose Jahre der ausschließlichen Selbstständigkeit, vorwiegend mit der Arbeit an T&M sowie diverse Übersetzungsarbeiten anderer Comicstrips (aus dem Englischen) verbracht.

ab Okt. 2009

CTA, diesmal nicht im F&E-Bereich, sondern in der Privatwirtschaft, wo man zur Abwechslung auch endlich mal Geld verdient


© Nina Ruzicka www.cartoontomb.de