Ersticken für Dummies
Geschrieben in Ninas Privatkram am Samstag, 05.12.2009Aus gegebenem Anlass teile ich mal so eine wirklich lästige Absonderlichkeit meines Alltags mit meiner Leserschaft, etwas, das mich meinem Comichauptcharakter vielleicht eines Tages wirklich näher bringen wird. Es ist schon einige Jahre her, da ist es das erste Mal passiert. Und weil es da noch völlig neu für mich und ich nicht vorbereitet war, muss ich einen nicht grad lieblichen Anblick geboten haben, so röchelnd und mich mit tränenden Glubschaugen auf dem Boden wälzend.
Ein jeder hat sich wohl schon einmal verschluckt. Und zwar nicht so richtig, ordentlich einen halben Liter Flüssikeit oder Speichel in die Luftröhre gezogen, so dass man einen entsprechenden Erstickungsanfall noch nachvollziehen könnte, nein, ich spreche von den Mikroverschluckern. Solche, bei denen nur ein winzigkleines Tröpfchen die falsche Kurve nimmt und sich Richtung Bronchien begibt. Im Normalfall hustet man dann auch wie blöd und hat ein paar Minuten einen ordentlichen Frosch im Hals. So war es auch bei mir, bis sich irgendwann vor einigen Jahren nach dem entsprechenden Hustenanfall auf einmal ein Krampf einstellte. Kein körperlich spürbarer, ich könnte daher auch gar nicht sagen, wo er stattfindet. Ich stellte nur fest: Ich kann nicht mehr atmen. Und zwar gar nicht, da war alles zu. Naja, und da ich beim ersten Mal keineswegs darauf gefasst war, dass so etwas überhaupt (ohne vorhergehenden Allergieschock) passieren kann, wurde ich erstmal panisch. Wie man halt so die Nerven verliert, wenn man unversehens den Erstickungstod (he!) vor Augen hat. Viel Zeit hat man gerade diese Lebensnotwendigkeit betreffend auch nicht. Also tat ich das, was jeder täte, ich versuchte mit aller Müh und Not einzuatmen, was nicht funktionierte, was die Panik noch steigerte. Ja, und irgendwann liegt man dann würgend auf dem Boden, die Augen treten einem samt Tränen aus dem Kopf und man wirft wild strampelnd so manches Möbel in seinem Umkreis zu Boden. Eins kann ich euch sagen: Ersticken ist nicht schön, vor allem, wenn es unvermutet passiert.
Nun ja, wie jeder erkennt, lebe ich noch. Der Krampf hat sich mit viel Mühe doch noch gelöst, sehr langsam aber doch. Vermutlich eine Notfallreaktion des Körpers. Woran dieses Phänomen liegt, weiß ich bis heute nicht. Ich weiß nur, dass ein massiver Hustenanfall der Auslöser ist, nicht notwendigerweise beim Verschlucken, sondern es kann auch ein krankheitsbedingter Husten sein. Ein Grund mehr, warum ich lieber ein gebrochenes Bein habe als Bronchitis. Ersticken ist wirklich nicht schön, selbst wenn man letztlich überlebt, man erspart sich ja nur den Teil, den man, würde man tatsächlich daran sterben, nicht mehr mitbekäme, weil man das Bewusstsein verlöre.
Wie auch immer. Das Phänomen taucht seither ein bis zwei Mal pro Jahr auf. Und ja, man lernt auch mit dem (Fast-)Ersticken zu leben. Beim ersten Mal war es die volle Panik. Beim zweiten Mal kam das Wiedererkennen hinzu und die krampfhafte Überlegung, was wohl zu tun sei. Entspannen ist die Lösung. Nicht eben leicht, wenn man grad keine Luft kriegt, aber das ist wirklich das einzige, was hilft. Das, und den Hustenreflex so lange zu unterdrücken, bis alle Flüssigkeiten aus dem Weg geräumt sind. Damit meine ich: Bis man runtergeschluckt hat. Denn wenn man sich zB beim Trinken verschluckt (wie ich gerade eben) und dem Hustenreflex nachgibt, atmet man mit Sicherheit noch ein Tröpfchen ein, und dann ist der Atemkrampf perfekt. Mit der Zeit lernt man alles – auch trotz eines massiven Hustenbedürfnisses nochmal runterzuschlucken, tief einzuatmen und dann erst wie wild zu husten. Das verkürzt den Krampf, während dessen man ganz ruhig da sitzt und sich voll auf seine Körperfunktionen konzentriert. Erstickungsmeditation, sozusagen. Tränende Augen hab ich nach wie vor, aber immerhin bleiben sie in den Höhlen.
Falls hier irgendwelche Ärzte mitlesen, die sich auf das einen Reim machen können, sind sie herzlich zu Kommentaren aufgerufen. Ich hatte damit – wie so oft bei Ärzten – keinen Erfolg. Aus der Beschreibung werden sie nicht schlau, und demonstrieren kann ich es schlecht.

Tja, Ärztin bin ich zwar nicht, aber Deine Beschreibung kommt mir doch arg bekannt vor. Wenn auch nicht mit schöner Regelmäßigkeit, so habe ich solche Anfälle doch durchaus ebenfalls. Bei mir kommt dann immer noch ein Absinken des Kreislaufs hinzu, so daß ich von alleine zu Boden gehe. Im Extremfall bin ich auch einmal bewußtlos geworden, das hat dann angeblich und offenbar (ich kann ich aus gegebenem Anlaß nicht mehr erinnern) zu der nötigen Entspannung geführt und meine Umgebung in Panik versetzt. Der hinzugezogene Notarzt sagte dann schlaue Dinge wie: “Sie sind erkältet.” Aha, sehr hilfreich.
Lange Rede kurzer Sinn. Inzwischen weiß ich, oder hat sich herausgebildet, frag mich nicht nach Henne oder Ei, daß ich stinknormales Asthma habe. Da das in meiner Familie vorkommt, hatte ich so etwas schon fast befürchtet und ein Lungenfunktionstest beim Lungenarzt hat mir die frohe Gewißheit gebracht.
Also vielleicht steckt ja hier auch die Lösung für oder vielmehr gegen Dein Problem.
Ich wünsche Dir zukünftig möglichst wenige Anfälle und bald schlaue Erkenntnisse.
Danke für die Info!
Ja, dass es am Asthma liegen könnte, hatte ich mir schon gedacht. Obwohl ich meins ja gar nicht so gerne als “Asthma” bezeichne, da ich weder regelmäßig irgendwelche cortisonhältigen Pumpsprays verwende noch beim Atmen rassle (außer bei körperlicher Anstrengung, wo dann auch Kurzatmigkeit einsetzt). Bislang kannte ich nur solche Powerasthmatiker, und davon bin ich weit entfernt. Ich nehm grad mal zur Pollenhauptsaison ein paar Antihistamine.
Ich dachte halt immer, Asthma bezöge sich nur auf Allergene, nicht auf Hustenanfälle in Folge von Verschlucken oder Erkältung.
Aber ja, Lungenfunktionstest hab ich auch schon mal gemacht, musste ich dreimal wiederholen, da das Signal nicht messbar war. Ein Lungenvolumen wie ein Mehlwurm also. ;-)
Faszinierend. Eine kurze Wiki-Lektüre zum Thema Asthma hat mich jetzt schlauer gemacht. Es muss also nicht direkt mit Allergenen zusammenhängen, wird durch Allergien aber verstärkt. Und nicht nur, dass ich eine (laut Wiki Pseudo-)Allergie gegen Schmerzmittel habe, habe ich neben der gegen Acetylsalicylsäure auch die angeblich extrem seltene (aber ich bin da skeptisch) gegen Paracetamol. Nur vom Verschlucksyndrom steht da leider nix drin.
Wie gesagt, ich bin keine Ärztin, aber inzwischen weiß ich, daß es Asthma in den verschiedensten Ausprägungen gibt. Dazu kommen dann noch die asthmatischen oder asthmaähnlichen Anfälle. Der “Witz” dabei ist, die Bronchien arbeiten nicht richtig, sind verengt, oder schlicht überfordert, da genügt manchmal (zumindest bei mir) ein kurzes Hüsteln und nichts geht mehr, war erst vorgestern der Fall. Das Spray habe ich zwar immer dabei, aber benutzt habe ich es erst einmal, hat nichts geholfen, also helfe ich mir wie Du mit meiner eigenen Methode.
Meist ist der Auslöser tatsächlich irgendeine Allergie, aber da gibt es die unglaublichsten Dinge. Vielleicht solltest Du das als erstes abklären lassen? Aber laß Dich von meinem altklugen Geschwätz nicht ins Bockshorn jagen. ;-)
Brr, mir ist etwas Ähnliches vorgestern im Kino so passiert.
Erst hab ich mich beim Lachen am Popcorn verschluckt und dann beim Nachtrinken meine Apfelsaftschorle eingeatmet. Nicht lustig sowas. -.- Und meine Schwester saß nebendran und lachte sich zusätzlich den A**** ab.
Und obwohl ich offiziell kein Asthma mehr habe (allergisches Asthma in der Kindheit) passiert dieses halbe Ersticken oft genug und da ist dann eher das Aus- statt Einatmen das Problem…
Das mit dem Ausatmen ist interessant, auch in der Wiki steht, dass die Asthmatiker eher beim Aus- denn beim Einatmen Probleme hätten. Bei mir ist es definitiv umgekehrt. Wobei ich bei so einem Hustenanfall auch nicht normal atme – das Ausatmen erfolgt durch den Husten, und dann kann ich nicht mehr Einatmen.
Aber auch bei sonstiger Kurzatmigkeit ist immer die Zuluft das Problem, nicht die Abluft.
Was hab ich da wieder für ein komisches Asthma? Immer diese Extrawürschteln …
Bin kein Mediziner aber vielleicht wäre folgendes eine Erklärung:
Ich habe selbst manchmal solche Serienverschlucker wo ich dann nicht mehr einatmen kann und hilflos rumhänge. Die gingen bis jetzt aber nie soweit das ich ernsthaft die Befürchtung hätte ersticken zu müssen. Doch ich kenne den Umstand, dass man nicht mehr einatmen kann. Irgendetwas verkrampft sich da dann im Hals (Kehlkopf?) sodass ein Einatmen nun unmöglich ist. Vielleicht ist bei dir dieser Krampf so ausgeprägt, dass er solange nicht aufhört bis er einfach durch Sauerstoffmangel aufhören muss. Kann bei dir natürlich auch zu solch ausgeprägten Erscheinungen kommen weil du sowieso ein niedriges Lungenvolumen hast.
Aber ich bin kein Mediziner kein Biologe und überhaupt hab ich von sowas keine Ahnung….
hi – das was du hier beschreibst, sind mit ziemlicher sicherheit symptome eines laryngospasmus (‘kehlkopfkrampf’) – wobei ich kein grosser fan von ferndiagnosen bin…
also was ist das konkret? bei irritation der stimmbänder kontrahieren sich diese spontan und machen somit weiteres einatmen unmöglich – das ist eine art schutz reflex, der auch beim ertrinkenden beobachtet wird – der ‘schutz’ besteht darin, dass keine weiteres wasser mehr in die lunge eintreten kann…
als du das erlebt hast warst du allein oder hat das auch jemand beobachtet? es wäre nämlich interessant zu wissen, ob du blau angelaufen bist! ein laryngospasmus kann kann sich von selbst wieder auflösen – im schlimmsten fall erst dann, wenn dem körper der sauerstoff schon ziemlich knapp wird – vereinfacht gesprochen haben dann die stimmbänder keine kraft mehr und gehen wieder zurück in die normalstellung. wenn man dann bereits ohmächtig ist und nicht mehr selbständig atmet (stichwort CO2 narkose) kann sowas auch ungünstig ausgehen!
die andere frage, die man sich vom medizinischen standpunkt her stellen sollte, ist, ob du dich haüfiger an so grossen mengen speichel verschluckst oder generell manchmal probleme mit dem schlucken hast – sollte das der fall sein, wäre weitere diagnostik anzudenken… aber wie gesagt ich halte nicht viel von ferndiagnosen!!!
wenn du weitere fragen hast, schreibe eine email – und danke für deine comics – die unterhalten mich schon seit jahren!
mfg
@ dl: Vielen Dank für den Hinweis! Der diesbezügliche Artikel in der Wikipedia ist zwar nicht so ausführlich, aber allein wie du das beschreibst, scheint es mir eher zuzutreffen als die asthmatische Atemlähmung. Eben wegen der Tröpfchensache. Ich habe ja keine regelmäßigen Asthmaanfälle, es passiert wirklich ausschließlich, wenn mir ein Tröpfchen in den falschen Hals gerät und darauf ein Hustenanfall erfolgt.
Dabei war bislang niemand, ich kann also nicht sagen, ob ich blau anlaufe. Da ich mittlerweile den Krampf aber so kurz wie möglich halte (eben durch gezieltes Entspannen und “Akutmeditation”), glaube ich nicht, dass es so weit kommt. Wenn man keine Luft kriegt, kommt einem diese Zeitspanne naturgemäß ewig vor, ich würde aber mal schätzen, dass der totale Verschluss mittlerweile nur noch ca. 10 Sekunden dauert. Dann lockert sich alles so weit, dass ich sehr langsam wieder atmen kann. Dann husten, wieder kurz Krampf, wieder “entspannen”, langsam einatmen usw. In Summe dauert so ein Anfall also sicher 2-4 Minuten, aber den totalen Atemstillstand kann ich auf ein paar Sekunden reduzieren, indem ich mich bereits während des Verschluckens darauf einstelle.
“So große Mengen Speichel” sind es wie erwähnt nicht. Es sind winzig kleine Tröpfchen, und es passiert auch meist beim Trinken, also nicht durch Speichelfluss.
Das einzige, was bei mir ein Problem darstellt, ist der “Lösungsansatz” laut Wikipedia: Nämlich krampflösende Medikamente. Gegen die bin ich samt und sonders schwerstens allergisch. Ich würde also von einem Krampfanfall in einen Allergieschock wechseln. Und da ich letztere auch schon erlebt habe und weiß, dass die noch unschöner sind als kurz mal ersticken, belasse ich es wohl besser bei meiner Akutmeditation.
Ich habe das ganze jetzt öffentlich beantwortet, weil ich mir denken kann, dass das auch für andere interessant ist. Und ja, ich weiß, keine Ferndiagnosen. ;-)
P.S. Das ganze ist übrigens mit ein Grund, warum ich so gut wie nie schwimmen gehe. Ist mir zwar da noch nie passiert, aber ich halte es durchaus für möglich, dass meine Abneigung gegen Wasser unbewusst von dieser Verschluckreaktion herrührt.
Hi Nina,
ui, diese Episoden müssen sehr unangenehm sein. Ich würde auch auf ‘Laryngospasmus’ als Verdachtsdiagnose tippen, was ‘dl’ ja schon treffend beschrieben hat. Wie Du schreibst- ein Tröpfchen an der falschen Stelle genügt, um so etwas auszulösen.
Die in dem Wikipedia-Artikel angesprochenen “krampflösen Mittel” sind ohnehin nur für die i.v. Anwendung verfügbar … mit der ‘Akutmeditation’ hast Du bereits das beste Mittel gefunden; vielleicht hilft auch der Gedanke ein bißchen, das solche Krämpfe in den allermeisten Fällen keine dramatischen Folgen nach sich ziehen.
Probleme mit Reflux (‘Sodbrennen’) hast Du ja nicht gerade, oder? Das kann ein begünstigender Faktor sein, da hierbei Magensäure zurück in die Speiseröhre gelangt und bis zum Kehlkopf kommen kann, was diesen reizt. Typischerweise hat man dann aber auch häufig Heiserkeit und/oder Husten, besonders morgens …
Mein Großvater hatte ein ganz ähnliches Problem mit dem “sich verschlucken”, was ihm alle paar Monate passiert ist, vorzugsweise nachts. Das hat ihn allerdings nicht gehindert, sich 85 Jahre bester Gesundheit zu erfreuen. =)
Grüße, und ja, vielen Dank für die Comics!
Hm, Mercedes hustet sich auch grade die Lunge aus dem Leib…
Asthma habe ich zwar keines, aber COPD (kriegt man vom Rauchen, dem Feinstaub in der Luft und überhaupt in der Stadt……). Klar ist, daß das Einatmen nicht funktionieren kann, wenn die Lunge noch voll ist mit der Luft die man nicht ausgeatmet hat!! Da geht dann nix mehr! Ich rate dringend zum Besuch eines vertrauenswürdigen Lungenfacharztes, oder sonstiger genauerer Untersuchung der beiden Atemflügel. Die Kurzatmigkeit bei Anstrengung spricht nämlich sehr stark für oder Asthma oder COPD(chronisch-obstruktive Lungenerkrankung). Im Anfallsfall (hm, gibt’s das Wort wirklich, oder habe ich das eben kreiert?) hilft Sultanol-Spray (sollte man bei gröberen Anstrengungen körperlicher Natur auch bereithalten, um nicht ins Japsen zu kommen). Selber zwar keine Ärztin, aber fast und rundum nur von Derartigen umgeben (Familienkrankheit!), rate ich sehr zur genauen Abklärung, Untersuchung mit anschließender Therapie. COPD ist ein “schleichende Krankheit”, die man lange nicht merkt, denn das bissl Kurzatmigkeit vergeht ja wieder, aber dann eines Tages findet man sich mit Plastikschläuchen in der Nase mit der Dauersauerstoffgabe wieder und geht dann mit dem Rollator spazieren (weil man die schwere Sauerstofflasche transportieren muß). Ausdauersport wäre auch eine wichtige Sache, um das Lungenvolumen aufrechtzuerhalten. Die beste Kur für Asthma & Co., gibt’s in Weyr a.d. Enns, das ist dort wirklich Spitze sowohl die ärztliche Betreuung als auch alles andere.
Bei der Pensionsversicherungsanstalt in Wien gibt es ein Zentrum für ambulante Rehabilitation (quasi eine ambulante Kur), dort sind die Ärzte auch sehr genau und machen mehr als jeder niedergelassene Arzt, außerdem gibt es dort auch Therapien, man muß aber vom praktischen Arzt dorthin überwiesen werden. Also bitte, liebe Nina, schnapp Mercedes und geht alle beide zum Arzt! Ihr müßt beide (!!!!) gesund werden, sonst geht ja die Geschichte nicht weiter.
Jetzt hab ich meine ganze Oberlehrerhaftigkeit verschrieben, aber irgendwie klingts mir ernst. Ersuche um Befundbericht – mit kollegialen Grüßen!!
Ich hab’ sowas ähnliches auch schon mal erlebt. Nämlich beim Lachen. Da bekomm’ ich auch fast keine Luft mehr. Und brauch’ immer ein paar Minuten, bis ich wieder normal atmen kann.
Im Augenblick geht’s mir wie Merecedes – ich huste mir die Seele aus dem Leib.
Hi nina,
es gibt auch eine VCD-Selbsthilfe Orga:
http://www.vcd-selbsthilfe.de/Einfuehrung/Wasistvcd_neu.html
(VCD=Laryngospasmus in Englisch)
Unglaublich. Vielen Dank für die vielen hilfreichen Tipps! Hat sich also wieder mal bewahrheitet, dass man mit solchen Dingen nach außen treten soll. :-)
Ich werde das bei Gelegenheit mal untersuchen lassen. Nur momentan geht schlecht, weil ich schon mit anderen Arztterminen beschäftigt bin. Gestern hat sich eine meiner Zahnfüllungen entschlossen, auf Wanderschaft zu gehen und ist im Waschbecken gelandet. Deshalb darf ich morgen zum Notfall-Zahnarzt hirschen. Hoffen wir mal, dass es nicht einer von denen ist, die sich weigern, einem eine Spritze zu verpassen.
Naja, und angesichts des neuen Jobs kann ich mich jetzt auch schlecht gleich in irgendeine Rehab-Klinik begeben. Aber so schnell falle ich schon nicht tot um, ich habe so den Verdacht, ich muss diese Geschichte noch zu Ende bringen. Ihr wisst ja, die Pläne des Schicksals… ;-)
Beim DLRG (Die Jungs, die am Wasser aufpassen, das keiner absäuft) habe ich gelernt, das das eine natürliche Reaktion des Körpers ist. Wie genau das geht, keine Ahnung. Aber sobald Wasser in Richtung Lunge geht, schliessen irgendwelche Muskeln, und verhindern so, das die Lunge volläuft. So wird verhindert, das man “ausversehen” Wasser einatmet. Soweit ich mich errinere wird man dann auch noch bewustlos. OK, alleine retten geht nicht mehr, aber man kann so noch nach einer relativ langen Zeit gerettet und reanimiert werden.
Alles in allen, ist IMHO dieses Sympton nichts schlimmes. IMHO ist eher gefragt, wieso das Wasser die falsche Bahn nimmt?
Aber ich bin kein Arzt, eher ganz im Gegenteil..
Hey
Ich bin auch kein Arzt (gibt anscheinend sehr wenige in der Umgebung) aber mein Alter Herr hat Asthma…
Und zwar teilweise in einer ähnlichen Form wie du – so merkt man nichts davon und er macht auch Sport aber hin und wieder so alle 4 Monate hatte er früher solche Erstickungsanfälle – da hat allerdings ein einfacher Bronchienerweiterungsspray….
Mittlerweile gibts auch Medikamente die so etwas auf lange Zeit verhindern – so was nimmt er jetzt hat aber den Asthmaspray immer mit
Ein Asthmaspray ist eigentlich sowieso das Universalmittel wenn jemand zusammenklappt oder Atembeschwerden hat, da er wie gesagt nur die Bronchien erweitert und dadurch die Atmung verbessert.
Bezüglich Allergien bist du mit Asthma meistens gestraft weil diese das sehr stark verstärken können
Was du hast könnte allerdings auch mim Kreislauf zusammenhängen, da die Lungen ja ein sehr stark durchblutetes Organ sind. Ein Freund von mir hatte Kreislaufprobleme aufgrung niedrigen Blutdurcks immer wieder kurze Blackouts und ist vor allem beim Aufstehen nach längeren Ruhephasen manchmal zusammengebrochen was einmal zu einem Lungen(kollaps?) geführt hat () weil ich nicht genau weiß ob das so heißt.
Da sollte aber ebenfalls ein einfacher Asthmaspray helfen – wir wussten nichts von seinem Kreislaufproblem und ein Freund von mir hat ihn reanimiert und ihm dabei eine Rippe gebrochen also solltest du aufpassen wo du zusammenbrichst ;-)
Ich hatte als Kind ähnliche Erstickungsanfälle, wenn ich erkältet war (was sich bei mir immer mit Bronchitis paarte). Und zwar bin ich dann nachts aufgewacht und hab keine Luft mehr bekommen. Auch sehr “schöne” Erlebnisse…
Ich bin auch kein Arzt und hab selber auch keine solchen Beschwerden, zum Glück.
Aber man sollte sowas nicht zu lange hinaus schieben.
In meiner Zivildienstzeit konnte ich selbst miterleben wie ein Patient mit Atemnot trotz Sauerstoffgabe immer mehr Probleme hatte.
Auch der uns entgegen rassende Notarzt konnte schließlich für den betreffenden leider nicht mehr tun.
Die Person war ~ unter 40Jahre, also auf jedem Fall nicht alt und hatte sicher auch nicht damit gerechnet das sie an diesem Tag stirbt. :( (war mein erster toter im Zivieldienst 3 weitere folgten) wobei ich ja selber Glück hatte und bis auf diesen Fall nicht besonders grausame Todesfälle zu Gesicht bekam. *andere hatten da weniger “Glück”*