Crooner: Al Bowlly
Geschrieben in Musik am Dienstag, 25.08.2009Einer der bekanntesten Schmachtsänger überhaupt ist Al Bowlly (1890-1941), er wurde hier schon sehr oft präsentiert, und es ist eine Schande, dass es auf der deutschen Wikipedia noch keinen Artikel über ihn gibt. Nun, umso ausführlicher ist der englische.
Geboren in Mocambique, aufgewachsen in Johannisburg, arbeitete und lebte er in London und New York. Viele seiner Aufnahmen entstanden mit Ray Noble sowie Lew Stone. Am 17. April 1941 fiel er einem Bombenangriff der Deutschen zum Opfer. Nähere Details seines Lebens und Wirkens bitte der Wiki-Seite zu entnehmen.
Bowllys Stimme zeichnet sich durch glatte, sichere Höhen aus. Er hat einen höheren, samtigeren aber auch etwas nasaleren Bariton als Russ Columbo oder Bing Crosby. Tonbeispiele gibt es auf YouTube vermutlich an die Hunderte, hier nur eine bescheidene Auswahl. Wer hier (und das ist wahrscheinlich) seine persönlichen Bowlly-Lieblingslieder vermisst, möge Sie bitte in die Kommentare posten!
“Dark Eyes”
“Bei mir bist du schoen”
Schande über mich, ich weiß nicht, von wann die Aufnahmen stammen, noch wer hier Instrumentalbegleitung spielte.
Lew Stone & the Monseigneur Band, “My Woman” (1932)
Die Nummer habe ich schon mal verlinkt, hier ist aber endlich eine bessere Version. Vergesst John Williams, vergesst White Town, das hier ist das einzige und wahre Original… nein, falsch. Ist auch “nur” gecovered (aber damals war das was anderes und auch üblich). Die erste Aufnahme stammt nämlich aus dem selben Jahr von Bing Crosby.
Ray Noble AHO, “Midnight, The Stars And You” (1934)
Ray Noble AHO, “Blue Moon” (1935)
Ebenfalls schon mal verlinkt, aber die Nummer ist einer meiner Lieblinge.
Ronnie Munroe Orchestra, “Somewhere Over The Rainbow” (1939)
