Ray Noble AHO, “How Could We Be Wrong?” (1933)
Geschrieben in Musik am Donnerstag, 30.07.2009Gesang: Al Bowlly
Das ist einfach eine nette ruhige Schnulze, die auch mal wieder sein muss.
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Gesang: Al Bowlly
Das ist einfach eine nette ruhige Schnulze, die auch mal wieder sein muss.
Und da meint doch tatsächlich ein Leser, ich könnte keine fieseren Cliffhanger produzieren. Ha! Ich habe noch nichtmal richtig begonnen zu cliffhangern!
Das hier ist folglich noch gar nix.
Jetzt mal einen Sänger aus der “problematischen Zeit” und einen DER Schnulzensänger im wahrsten Sinne des Wortes. Eine kurze Biografie findet sich auf Wikipedia, wobei mir hier detaillierte Informationen zu den Jahren 1936-1945 fehlen.
Ich kann hier leider nicht viele Informationen bieten. Klar ist, dass Schuricke ab dem Aufkommen der Bigband-Tanzmusik und später (nach dem Krieg) noch viel mehr mit der Horst-Winterschen Caprischnulzenmusik steil Karriere machte. Aber ich will ihm keine Vorhaltungen machen, schließlich kann er nichts dafür, dass er nicht verfolgt wurde.
Tatsache ist, dass Schuricke einer der interessantesten Sänger ist. Zum einen hat er eine wirklich hübsche Stimme, mit der er sowohl schön-träumerische wie auch kitschig bis entbehrliche Aufnahmen gemacht hat.
Gerhard Hoffmann mit seinem Tanzorchester, “Regentropfen” (ca. 1935)
Musik: Erwin Palm Text: J. Hochleitner
Eine jüngere Aufnahme. Warum hier Filmausschnitte mit Renate Müller und Adolf Wohlbrück zu sehen sind, ist mir nicht ganz klar, aber auch gut. Wohlbrück war einer meiner Lieblingsschauspieler.
Spree Revellers, “Einsamer Sonntag” (ca. 1936)
Musik: Rezsô Seress
Eine ungemein morbide deutsche Fassung des Gloomy Sunday. Letzteren habe ich ja schon mal vorgestellt. Der deutsche Text weicht vom englischen bzw. ungarischen ab, allerdings nur insofern, als hier ein Liebender aufgrund gebrochenen Herzens Selbstmord begeht, nicht, um seiner verstorbenen Geliebten in den Tod zu folgen.
“Einmal wirst du wieder bei mir sein” (1941)
Musik: Willi Kollo, aus dem Tonfilm “Wir tanzen um die Welt” (1939)
Das ist eine meiner Lieblingsnummern. Sofern man die Jahreszahl vergessen kann, ist das einfach nur schön.
Willy Berking & sein Orchester, “Traumorchester” (1942)
Die Nummer ist wirklich nett.
Alfred Hause mit seinem Tango-Orchester, “Florentische Nächte” (1952)
Von den wirklich schaurigen Liedern finde ich auf YT keine guten Beispiele. Die meisten stammen ohnehin aus den 50er Jahren und sprengen dadurch unser Zeitfenster. Das folgende Beispiel muss aber sein:
Helmut Zacharias und sein großes Streichorchester, “Wenn du in meinen Träumen bei mir bist” (1950)
Das ist die deutsche Version von “Somewhere over the rainbow” (sic!) und meiner Meinung nach das beste Beispiel für einen Grusel-Schuricke. Das ist eine von jenen Aufnahmen, der man rein technisch nichts vorwerfen kann… Schuricke singt wunderschön… und das ganze ist so kitschig und fürchterlich, dass man nicht abschalten kann. Schauder.
So, mit etwas Verspätung (der Film läuft schon seit 5 Tagen in den Kinos!) die lang ersehnte Kritik (ja, ich habe tatsächlich schon eine Nachfrage erhalten!).
In aller Kürze: Man kann ihn sich ansehen.
Mehr möchte ich jenen, die es noch nicht getan haben, nicht verraten. Wer dennoch weiterliest, muss mit Spoilern rechnen. Weiterlesen »
Von Wingy Manone habe ich schon mal schwarzen Kaffee vorgestellt. Großartiger Trompeter, großartiger Sound.
Gesang: Rudi Schuricke Musik: Franz Grothe
aus dem Tonfilm Der singende Tor (1939)
Diese Aufnahme ist derart beschwingt und fetzig, dass ich gar nicht anders kann, als sie zu verlinken.
Dem Sänger dieser Aufnahme, Rudi Schuricke, wird mein nächstes Refrainsängerportrait gewidmet sein.
Es mag ja irgendwie unsportlich von mir sein, aber um allzu wahnwitzige Spekulationen zu vermeiden, möchte ich doch so viel verraten: Das was der Tod hier erzählt, ist (ausnahmsweise) nicht gelogen. Oder sagen wir mal: Das was wir sehen. Wer seine Worte mit den Bildern vergleicht, wird ohnehin merken, dass er so einiges beschönigt.
Wie auch immer, das ist nun wirklich die echte Version.
Text: Willy Rosen Musik: Jim Cowler
Ich muss gestehen, ich habe keine Ahnung, wie der Originaltext klingt. Da der Komponist Jim Cowler heißt, nehme ich mal an, dass es einen englischen Text klingt, lasse mich aber wie üblich gerne von den Musikprofis belehren.