Der Tag, an dem das Herz still stand
Geschrieben in T&M, Technische Details am Donnerstag, 28.05.2009Wie ich schon an irgendeiner Stelle erwähnt habe, neigt sich das fünfte Kapitel von T&M dem Ende zu. Und wie ich ebenfalls schon irgendwann mal erwähnt habe, habe ich vor einiger Zeit in einem Anfall von irisierender Arbeitswut das gesamte Grundkonzept (sprich: grobe Drehbuch) niedergeschrieben.
Wir erinnern uns: Das “Drehbuch” (passt nicht ganz, aber “Zeichenbuch” klingt blöd) liefert die Beschreibung der Handlung, anhand derer dann das Storyboard erstellt wird. Gut. Ich sehe also voraus, dass neue Storyboardarbeit vonnöten ist und will meine schönen, detaillierten Notizen zur Hand nehmen, öffne das entsprechende File… und lande in einem Dokument, das mit dem fünften Kapitel endet.
Kurzer Herzstillstand.
OK, denke ich mir, vielleicht habe ich es unter anderem Namen abgespeichert. Suche. Fehlanzeige.
Nächster kurzer Herzstillstand.
Aber ich habe ja noch die externe Festplatte, auf der ich alles sichere. Auf der befindet sich das entsprechende File… in dem nicht mal das fünfte Kapitel enthalten ist.
Herzstillstand nebst Selbstverfluchung, dass ich endlich meine Datensicherungen verlässlicher durchführen muss.
Eine letzte Hoffnung habe ich noch, nämlich mein alter Computer. Vielleicht habe ich das ganze ja auf diesem erstellt und dann, frevelhaft, nicht rüberkopiert, weder auf die Externe noch auf den neuen Computer.
25 Stoßgebete und Herzrasen. Ich weiß zwar, wie die Story endet, aber in diesen paar Minuten, ehe der alte Computer wieder zum Laufen gebracht wird, wird mir bewusst, wie wenige Details ich von meinem Konzept noch im Kopf habe.
Die Stoßgebete haben dann nach einem nochmaligen kurzen Herzstillstand gewirkt, das File nebst Inhalt war da.
Ich habe jetzt eine relativ sichere (zumindest was Stromausfälle betrifft) Datensicherung vorgenommen, indem ich das ganze ausgedruckt habe. UND auf den neuen Computer sowie die Externe rüberkopiert.
Schenkelklopfer lässt grüßen!

da war aber nicht nur der Schenkelklopfer als auch Lil’D stark anwesend *ggg
lieber 5 Backups mehr also 1 zu wenig ;-)
*lol* und i hab alles versioniert, doppelt und dreifach auf USB-Sticks und Wechselplatten rumkugeln UND in einer NAS Storage untergebracht – wos is perverser? *ssfg*
Nina, ich denke, backup alleine ist nicht ausreichend, vielleicht wäre eine Archivierung Deiner Arbeit auch durchaus sinnvoll. Distandvoices hat es ja angedeutet und auch vorbildlich alles auf verschiedenen Medien verteilt. Eine gewisse Paranoia ist da durchaus hilfreich. *smile*
*argl* distan_t_voices natürlich. Sorry…
Dann muss man nur noch drauf achten, wo man was abgelegt hat. Bei so vielen Medien passiert es dann schnell,dass man nicht immer alles auf allem speichert hat, und dann gehts Einem wie Nina…^^
Zur Not einfach einen externen Datenspeicherdienst in Anspruch nehmen.
[Anm. der Webmistress: Dieser Kommentar enthielt einen Link und allzu auffällige Werbung für einen ganz bestimmten Datendienst, das war mir dann doch suspekt. Ich kann nicht beurteilen, ob das wirklich gezieltes Marketing oder ein harmloser Hinweis eines Lesers war. In letzterem Fall danke ich für den guten Willen, ersuche aber um Verständnis, dass ich die Werbung gelöscht habe, sie klang mir ein wenig zu professionell.]
Danke für all die wohlmeinenden Tipps, aber ihr vergesst hier das entscheidende Element: den Schenkelklopfer. Und das besagt, dass man all seine Dateien hundertfach und noch öfter sichern kann – genau das EINE File, das man letztlich sucht, ist entweder durch die Sicherung geschlüpft oder es wurde eine fehlerhafte Version über alle anderen drübergespeichert oder …. Irgendwas fällt dem immer ein.
naja, ich kenn das Problem..
Doch mittlerweile hab ich ein Skript, dass automatisiert sichert – wöchentlich und immer 10 SIcherungen aufhebt.
Das ganze auf eine externe Platte – sobald nicht beide Platten gleichzeitig in die Grütze gehen….
da ist mir doch fast das herz stehen geblieben, ich will doch unbedingt wissen wie es weiter geht! der schenkelklopfer scheint übrigens auch für mich zuständig zu sein. elender mistkerl der er ist!
mit c natürlich, *zum tippen zu blöd*
Hallo Nina,
kleiner Tip für die Sache mit dem Schenkelklopfer: Such mal nach einem Dokumentenmanagementsystem. Dort werden alle Änderungen die du einem Dokumen machst erfasst und entsprechend versioniert. D.h. du hast ALLE Änderungen immer parat.
Einzig dann musst du noch automatisiert die Daten des Versionsmanagements backuppen. Aber das ist dann ein zentraler Ort. Dazu einmal in der Woche das komplette Sammelsurium auf DVD gebrannt und voìla der Schenkenklopfer hat ein Problem :)
Viel Glück
Also, ich hab meine heiklen Daten …. auf 3 Festplatten 25 USB Sticks und 12 SD-Speicherkarten, dazu noch auf 2 Webservern und auf einem alten zip-Drive. Zusätzlich noch auf einem alten Rechner, meinem Laptop und auf dem Homeserver. Weiters brenne ich alle 2 Stunden alles auf CD DVD und natürlich auch auf BlueRay. Schließlich und endlich wird alles noch in meinen PDA, Mobiltelefon und Digitalkamera zwischengespeichert …. so ein Quatsch. Allein die täglichen Kosten würden mich innerhalb einer Woche finanziell erschlagen.
Es gibt sein mehr als 2000 Jahren ein System, das versagt nur, wenn mans verliert und das heißt Papier und ein wenig Ordnung halten – ist nebenbei auch das billigste.
LIeber Elliott -, papier gibts sogar schon länger. Die Ägypter habens ja noch papyrus getauft, oder?
Abgesehen davon: ich hab bei deiner Persiflierung breit geschmunzelt. Das wär nachgerade typisch für einen Datenparanoiker, der Angst vor nicht bloß einem sondern vor Hundert Schenkelklopfern hat. ^^
Tststs, lauter Feiglinge.
Wer sichert hat genauso vill Schiss wie der der bremst.
Gebt doch dem Bill Gotchi und/oder dem kleinen Tux ne chance auch mal ein File zu vernaschen. :-) (Mit Sicherung auf ein NAS mit RAID und diversen anderen Schattenkopiesysteme kann ich ja leicht lästern.)
Charly
nina, du hast doch einen Mac?
Time-Mashine soll angeblich (ich selber habe leider keinen Mac) der Feind des Schenkelklopfers schlechthin sein…..:whisper:
@ Johannes: Netter Plan. Der setzt nur leider voraus, dass man an ein und demselben Computer arbeitet. Wenn du deine Daten kurzfristig an einem anderen Computer speicherst und dann darauf vergisst, nutzt dir das beste Sicherungssystem nix.
Nochmal für alle: Ich MACHE regelmäßige wie automatisierte Datenspeicherungen auf meinen Festplatten im aktiven Computer. Die Externe etwas weniger oft, weil das immer so lange dauert und ich da einen Saustall beisammen habe, den ich erst irgendwann mal aufräumen sollte, wozu mir aber die Zeit fehlt. Das alles ist aber SINNLOS, wenn die gesuchten Daten auf einem anderen Rechner liegen und man dieses einfach verschwitzt hat!
@ kayjay: LOOL! Ja, der Mac. Der hat vor einem halben Jahr die Patschen gestreckt, ohne dass irgendwer geahnt hätte, warum und weshalb und musste in der Folge neu aufgesetzt werden. Die Daten konnte mir tombraider zwar retten, aber der Mac hat es damit geschafft, als schnellster meiner gesamten je besessenen Computer kaputt gegangen zu sein.
Für mich ist das Mac-Experiment mittlerweile Geschichte. Ein Computer, der auf einmal mitten im Hochfahren abschmiert und letztlich neu aufgesetzt werden muss – DAFÜR brauch ich wirklich keinen sündteuren Apple, da tut’s ein billiger Windoof allemal.
Wie auch immer: Auch die beste Time-Machine am besten Mac nutzt nix, wenn man die Daten auf einem anderen Computer abgespeichert hat.
Ich wiederhole nochmals: Ich habe vergessen, die Daten ins System einzugliedern! Da helfen die besten Backup- und Datenrettungsstrategien nichts, wenn der Mensch darauf vergisst, die Daten dem System überhaupt zuzuführen!
Tja Nina, das nennt man dann wohl ausgleichende Gerechtigkeit *eg*
Sag, hast du überhaupt eine Ahnung, wie oft mir deinetwegen schon das Herz stehen geblieben ist? (So ca jedes Mal in letzter Zeit, wenn ein neuer Strip da war… Weils einfach grad sooooooooooooooooooooooo toll spannend ist)
Supergroßes Lob, Nina :)
lg, Mio
Kann mich Miosho nur anschließen … :- ) Werde jedesmal von Lil´D. besucht, wenn eine Fortsetzung erscheint!!! :- )
Glaubt einer erfahrenen alten Frau: Nina hat recht! Man kann das beste System haben aber irgendwas geht trotzdem immer wieder schief oder gibt vorübergehend vor, schiefgegangen zu sein. Die kleinen Bürohexen oder der Schenkelklopfer sind in ihrer Bosheit so was von kreativ!!
Hmm alternativ kann ich nur folgendes empfehlen: such dir einen Online-Dienst für Dokumentenverwaltung, dann kannst du sogar von mehreren Computern gleichzeitig an dem Dokument arbeiten. Ich würde Dir ja fast sogar GoogleDocuments empfehlen, da brauchst du Dir über Backup gar keine Gedanken mehr machen!
Jedenfalls: Viel Glück für die Zukunft, so ein Schock kann ja auch ganz heilsam sein. Ich habe damals mein Schockerlebnis gehabt, als ich die externe Festplatte mit den Urlaubsbildern vom ersten gemeinsamen Urlaub mit der Freundin runter geschmissen habe. Die Platte liegt jetzt als Mahnmal bei mir im Regal direkt vor dem Computer um mich an regelmäßige Backups zu erinnern!