Vermischtes
Geschrieben in Musik, News am Sonntag, 11.05.2008Mühsam
Die letzte Woche war die Stöckchenwoche. Das Schicksal hat mir (arbeitsmäßig) nichts als Prügel in den Weg gelegt.
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Swing & Jazz & Tanzmusik
Musikalisch geht es hier mittlerweile auch wieder weiter. Wer sich nicht mehr daran erinnern kann oder erst später hinzugestoßen ist, der sei davon in Kenntnis gesetzt, dass ich vor einigen Jahren immer wieder mal Musikfiles aus meinen hoch geschätzten 20er und 30er Jahren zu Gehör darbot. Aufgrund der rechtlichen Probleme, die das mitunter bringen kann, habe ich dann wieder damit aufgehört. Aber da es mittlerweile YouTube gibt (bzw. da es entsprechende Musikfiles dort zu finden gibt), hat sich nun ein Weg gefunden, diese Klänge erneut mit der Welt zu teilen, und ergo erfährt die Tradition von einst nunmehr ihre Fortführung.
Ich habe alle Musikstücke, die ich damals online stellte und auf YouTube wiederfinden konnte, in die neue Kategorie Musik eingetragen. Für die Neulinge ein guter Einstieg, für die alten Hasen eine Wiederbegegnung. Einige Files haben sogar originale Videoclips von damals mit dabei, es lohnt sich also in jedem Fall, die Liste durchzugehen.
Auf YouTube kann man logischerweise nur reinhören. Wer Interesse an den Soundfiles hat, der maile mir einfach!
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Look-alike
Als ich heute die Zeitung aufschlug, traf mich fast der Schlag. Im März dieses Jahres hat eine Frau in Wien zwei Banküberfälle begangen. Gut und schön, aber SO sieht sie aus:
Nur für den Fall, dass irgendjemand auf die wilde Idee kommt, ich sei das: Die Dame wird als ausgesprochen dünn beschrieben. Allein deshalb kann ich es schon nicht sein. Abgesehen davon hat sie eine etwas noch größere Nase als ich, das wollte ich nur mal klar gestellt haben. ;-P
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Iron Man
Ich war gestern im Kino und habe mir Iron Man angesehen. Der Film hat im großen und ganzen sehr gute Kritiken eingefahren, und das zu Recht. Es ist die bislang beste Comicverfilmung von allen, ich kann jedem nur dazu raten, sich den Film anzusehen. Voraussetzung ist allerdings eine gewisse Toleranz gegenüber US-amerikanischen Superheldengeschichten, wie immer halt. Wer von sich weiß, dass er reiner Arthouse-Film-Konsument ist, sollte intelligent genug sein, diesen Film zu meiden (überraschenderweise tun das viele nicht, sondern lamentieren nach jedem derartigen Blockbuster, wie unlogisch die Handlung nicht gewesen sei).
Zugegeben: Der große Vorzug des Filmes liegt weniger im Inhalt als in der Optik.
Nicht, dass der Inhalt schlecht wäre, aber er ist nicht eben eine Innovation, ja, ich würde sogar behaupten, dass der Aufbau sehr dem ersten Spider-Man-Film ähnelt. Wir haben anfangs einen Anti-Helden (Peter Parker ist ein Loser, Tony Stark ein waffenproduzierender Playboy), dem ein Schicksalsschlag widerfährt (Parker wird von einer Spinne gebissen, Stark gerät in Kriegsgefangenschaft). Der einzige Unterschied hier ist, dass man über Starks Vorleben mittels einer Rückblende erfährt, während man Parkers Werdegang zeitlinear verfolgt. Gut. Dann haben wir die langsame Entwicklung zum Superhelden, wobei es zum ersten Austesten der Fähigkeiten kommt. Gerade in dem Punkt ähneln sich die Filme sehr stark (Wortwitz nicht beabsichtigt): Parker und Stark klatschen beide gegen Wände bzw. brauchen eine Weile, ehe sie mit ihren Kräften (in Starks Fall eine Superrüstung) umgehen können. Parker begeht hier einen entscheidenden moralischen Fehler, dem sein Onkel Ben zum Opfer fällt. Stark ist eigentlich schon geläutert, allerdings so in den Bau seiner Rüstung vertieft, dass er nicht merkt, wie hinter seinem Rücken just jenen Leuten, die ihn gefangen nahmen, weiterhin seine eigenen Waffen verkauft werden. Ab dem Moment werden beide zu richtigen Helden und tun Gutes. Am Schluss gibt es den Endkampf mit dem bösen Gegner, der sowohl bei Spider- als auch bei Iron Man in langatmige Erklärungen seitens des Böslings führt, was dem Helden Gelegenheit gibt, selbigen Bösling zu besiegen.
Das klingt jetzt einigermaßen negativ, ist aber nicht so gemeint. Ich betone lediglich, dass das Handlungsgerüst keine Weltneuheit darstellt. Nichtsdestotrotz hat Iron Man sehr schöne Handlungsverläufe, gegen Ende kommt dann noch eine jedem Marvel-Leser wohlbekannte Geheimorganisation ins Spiel. Wie häufig bei Marvel-Verfilmungen bzw. generell bei auf Fortsetzungen ausgelegten Filmen der jüngeren Vergangenheit muss man bis nach dem Abspann auf die Zusatzszene warten, was ca. 80% der Kinogänger wieder mal nicht gerafft haben. Aber auch das “offizielle” Ende des Films, das unmittelbar in den Abspann überleitet ist grandios und baut die Spannung für den zweiten Teil, der zweifellos kommen wird, gehörig auf.
Der Film ist optisch ein Leckerli. Die Figur des fliegenden Superroboters (bzw. Superroboterrüstung) ist dermaßen schön, überzeugend und elegant gelungen, dass man bei einigen Szenen fast seufzen möchte. Die Schurken sind leider recht zweidimensional geraten, und der Oberbösewicht ist von Anfang an klar, zumindest ging es mir so. Den Schauspieler habe ich allerdings erst mit Hilfe des Abspanns wieder erkannt und war einigermaßen überrascht.
Robert Downey Jr. ist in meinen Augen die absolute Idealbesetzung für Tony Stark, allerdings muss ich wohl dazu sagen, dass ich die Iron Man Comics nur periphär kenne. Puristen sind da vielleicht anderer Meinung.
Einziger wirklicher Wermutstropfen ist wieder mal die weibliche Hauptrolle: Gwyneth Paltrow als Pepper Potts. So oft die Frau im Bild war, kam mir das Lied “Feed the world” in den Sinn. Dieser Gehfaden ist einfach nicht anzusehen, die muss sich einen Bleistift in die Brusttasche stecken, um überhaupt einen Schatten zu werfen. Blah! Leider genauso unsympathisch besetzt wie Kirsten Dunst als M.J. in Spider-Man. Ich kann jedoch nicht beurteilen, ob sie die Figur der Pepper Potts akkurat rüberbringt, dazu kenne ich Iron Man wie gesagt zu wenig.
Unterm Strich aber sehenswert für jeden, der sich gerne Comicverfilmungen ansieht.

Hallo
Ich kenne Iron Man seit ich 3 Jahre alt bin (da hat mir meine Tante Geschichte mehr oder weniger vorgelesen ^^ )
Ich war ebenfalls ! gestern ! im Kino und hab mir den Film mit einem Freund angeschaut. Er ist absolut genial. Was allerdings der entscheidende Unterschied zwischen Iron Man und den anderen Marvel Comics ist, ist der, dass Iron Man der ! einzige ! Held ist, der keine eigenen Superkräfte verfügt.
Die Rüstung ist wirklich stylisch. Als er den zweiten Flugunfall hatte (bei der Landung auf dem Dach) hatte ich wirklich Angst, dass der Audi R8 zerstört wird. Hat aber Gottseidank nur das Auto daneben erwischt ^^
Ich kann nur jedem empfehlen den Film anzuschauen
lg an alle
Alex
lol, hauptsache der audi hat keinen kratzer lol
Ich habe Iron Man gesehen, und fand ihn sehr gut aus dem Comics übernommen. Die Ausgewogenheit von Action und Humor war genau richtig.
Stellt euch einfach die folgende Frage… was würdet ihr als ERSTES mit der Mark III Rüstung machen?
Ich… ich würde mir ein kleinen Spaß in Luft gönnen. :o)
@Alex
Was heist hier “Gottseidank nur das Auto daneben erwischt ^^”???
Als ich gesehen habe das er eine Shelby geschrottet hat, habe ich fast geheult! Das war ein Klassiker!!! :(
Hätte es stattdessen den neuen Lamborghini erwischt, das wäre noch ok gewesen. ;)
@Nina
Wie konntest du nur ne Bank ausrauben? ;o)
n Shelby n Shelby
was willst den heute mit nem Shelby ?
Bei mir steht in der Garage nebenan ein rotes Ford Mustang Cabrio Baujahr 1966 mit schwarzem Verdeck und Leder
296 PS in ner 3 Gang Automatik
Das ist ein Klassiker ^^
Aber ja der Shelby.
Mit Mark III würde ich als erstes ein paar Typen in den Hintern treten dann ein paar Düsenjets der “österreichischen Luftwaffe” zum Narren halten und mir schließlich nen Urlaub auf Kuba oder Hawaii gönnen
Zu Iron Man:
Jep, ich kenne das Comic und habe beim ersten Mal gecheckt, was hinter dieser Behörde steckt; auch wenn die Abkürzung ganz am Schluß kommt und sie die Bedeutung ein bisserl abgeändert haben. Letzteres ist aber auch nix neues, wie Comic-Kenner wissen.
Und da komm ich eigentlich schon zu den Hauptpunkt: Was die Story von Iron Man angeht, ist sie viel näher als die bei Spiderman an dem Comic orientiert. Ich will ja gar nix unterstellen, aber wenn schon, dann hat da die Spinne eher von Iron Man mit den Versuchsszenen gekupfert ;-).
Zur Story selbst:
Jep, wurde leicht angepaßt – so wurde von Vietnam nach Afganistan verlegt. Statt Vietcong gibts böse Terrroisten und der Buttler wurde zu einer AI (wie sicher einige Comic-Kenner auch sofort schmunzelnd erkannt haben).
Es stimmt, die Story deckt die Iron Monger Geschichte einigermaßen ab (ich habe allerdings ein mind. ein Schachbrett vermißt *g*) und ich denke, daß eine komplette Story da viel besser ist, als drei mal 10% wie in Spiderman 3. Klar ist es nicht hochkomplex, aber ehrlich, man erwartet ja auch bei einem Sommerhit keinen Donnie Darko.
Zur Synchronisation:
Ich habe die englische und die deutsche Version gesehen und muß sagen, die Synchro ist superb in Vergleich zur üblichen deutschen Schreckensqualität. Wohl gemerkt, besonders Starks Character kommt im Orginal noch mal doppelt so gut rüber – tjo, wer also auch die Wortspielchen mit dutzenden Referenzen (“we are both Iron Mongers”) und Gags, sowie mehr Tiefe der Charaktere erleben will, sollte sich die englische Version reinziehen. Jo, es klingt suspekt, aber der deutsche Stark ist vokal eine Holzpuppe gegen die englische Version meiner Meinung nach !
Was die Hauptdarsteller angeht:
Downey als Stark war pro – das Alkohol Thema wurde bewußt ausgespart (Stark ist im Comic Alkoholiker), aber trotzdem kann man genug Referenzen entdecken. Was seine Verköperung als egozentrischer Macho angeht – perfekte Arbeit, kein Zweifel. Und ich denke genau das ist es, was den Film so hervorhebt.
Die Ms Pepper, naja, ich verstehe deine Kritik Nina, aber ehrlich gesagt, ist das ebenfalls eine tolle 1:1 Umsetzung des Comic Charakters. Das möge nun vielleicht ein bisserl eintönig oder unverständlich in nur 2 Stunden Handlung vorkommen, machte aber im Comic durchaus Sinn (ich will jetzt keine spoiler bringen, ich denke, die meisten wissen was ich meine, falls sie es auch wissen *g*).
Von Stane war ich ein bisserl enttäuscht – ja, die Story war vorhersehbar weil der Film eben nur 2 Stunden gedauert hat. Jep, im Comic war die Iron Monger Geschichte im Endeffekt wesentlich länger und tiefgreifender, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie man den brillianten Schachspieler und Taktierer Stane in so eine kurze Zeit pressen kann. Da ist mir auch die Sache zu schnell und somit vorhersehbar vorgekommen, aber naja, daß ist der Nachteil, wenn man eine Geschichte in eine bestimmte Zeitspanne pressen muß.
Was Fury angeht: *lol*. Ich habe nur deshalb bis zum Schluß gewartet (nach den Abspann), weils Gerüchte gab. Okay, Nicht-Comic-Leser werden da wohl nicht viel damit anfangen können, für alle anderen ist natürlich da erst der Film zu Ende.
Und zu guter Letzt die Effekte:
Ganz nett, sehr passend und vor allem nicht zu überladen. Der Showdown ist natürlich Geschmacksache – ich hätte noch ein bisserl mehr Raffinesse bevorzugut anstatt Hau-Drauf. Ansonsten haben die Effekte aber im Gegensatz zu Transformers die Handlung getragen und nicht erzeugt. Nix gegen Transformers, den fand ich durchaus genial (weils da ja nie viel Handlung gab auch sehr Nahe am Orginal), aber bei Iron Man hatte ich in den meisten Szenen das Gefühl, die Schauspieler stehen im Vordergrund und nicht die Effekte.
Fazit:
Ehrlich gesagt, ich finde diese Verfilmung ist die beste Comic-Verfilmung zu diesem Zeitpunkt. Da schließe ich Spidy1 und X-Men1 ebenso ein. Ganz einfach weils am besten am Orginal war.
i am ironman… düdeldüdeldüdeldüüüdeldüü.
sehr gelungene umsetzung des comics. da freut man sich – wie bei hellboy – auf einen weiteren film.
Hallo!
Zu Frauenfiguren in Comicverfilmungen gibt es hier
http://punkassblog.com/2008/05/14/what-maketh-a-movie-misogynist/
einen sehr interessanten Text, der insbesondere auf IRON MAN eingeht.
Im Unterschied zu euch war ich von IRON MAN geradezu entsetzt – auf den Militarismus war ich durch Rezensionen schon vorbereitet (und es ist ja tatsächlich ein einziger großer Werbespot für “intelligente” Waffensysteme… zudem sind es natürlich die Terroristen, die “Waterboarding” betreiben, und nicht etwa die Amerikaner – eh klar!), aber am meisten hat mich überrascht, wie viele Motive ich aus sowas wie “Terminator” und insbesondere “Robocop” schon kannte, “Batman” sowieso. Robert Downey jr, okay, das ist tatsächlich ein anderes Kaliber als diverse Superheldenschönlinge; aber schon (der von mir hochgeschätzte) Jeff Bridges war eine genauso eindimensionale Nebenfigur wie alle anderen. Insofern: selbst wenn man solche Filme total “unkritisch” sehen will (obwohl es kein Naturgesetz gibt, wonach Sommer-Blockbuster doofer sein müssen als andere Filme, oder?), verglichen z.B. mit “X-Men”, “Batman Begins” oder dem ersten “Spiderman” fand ICH das keinesfalls eine Verbesserung…