Buchkritik: Harry Potter and the Deathly Hallows
Geschrieben in Medienkritik am Sonntag, 22.07.2007Ich habe 19 Stunden gebraucht, um es zu lesen. Konkret: von Samstag, 12.00 Uhr bis Sonntag, 7.00 Uhr. Gefolgt von ganzen 5 Stunden Schlaf und dem Schreiben vorliegender Kritik. Davor habe ich gezeichnet, und im Anschluss werde ich weiterzeichnen. Dies nur als Info, um Befürchtungen über einen massiven T&M-Aufschub zu relativieren. ;-)
Das, was mich momentan wirklich am Zeichnen hindert bzw. verlangsamt, ist das ständige Klebenbleiben aufgrund verschwitzter Hände, plus das Zerlaufen der Tinte auf dem feuchten Papier.
Angesichts des Erscheinens des letzten Bandes der Potter-Reihe (in der Folge “DH” genannt) habe ich meine alten Kritiken zu Band 5 und Band 6 wieder online gestellt. Meine damalige Sicht der Dinge bzw. mein etwas flapsiger Stil entspricht vielleicht nicht mehr ganz meiner heutigen Einstellung, ich habe den alten Text aber dennoch beibehalten.
Es folgt die Kritik zu Band 7. Wer DH noch nicht gelesen hat und sich die Spannung nicht verderben will, sollte nicht auf folgenden Link klicken:
Zuallererst muss ich sagen: Jetzt verstehe ich, warum ich von Anfang an ein Fan der Bücher war. Ich hatte es wohl irgendwo gespürt, aber nunmehr ist es klar: Rowling erzählt ein ähnliches Thema wie ich. Essentiell jedenfalls.
Ich kann jetzt schon Kritiken hören, die Rowling mangelnde Kreativität vorwerfen, was ihren Handlungsaufbau betrifft, und ganz von der Hand zu weisen ist das nicht. Ich weiß, dass ihre Bücher immer wieder entweder mit den Chronicles of Narnia bzw. mit Lord of the Rings verglichen werden, und es stimmt, in beiden Büchern gibt es einen tragenden Charakter (der Löwe bzw. Gandalf), der sich selbst in bester Jesus-Manier opfert, um gestärkt zu neuem Leben zu erwachen.
Obwohl es in DH eine ebensolche Szene gibt (Harry lässt sich freiwillig von Voldemort töten, hängt kurzfristig in einer geistigen Zwischenwelt fest, wo er ein nettes erleuchtendes Pläuschchen mit Dumbledore hält, um anschließend wieder ins Leben zurückzukehren), gibt es hier einen massiven Unterschied, den ich ganz besonders hervorkehren und meine Leser bitten möchte, ihn in allfälligen Diskussionen, die sie selbst in Sachen Potter führen, auf den Tisch zu legen:
Im Gegensatz zu Narnia oder LotR geht es bei Harrys Tod/Wiederauferstehung NICHT um eben dies, eine Wiederauferstehung mit neuen, stärkeren Kräften! Es geht in Rowlings Geschichte vielmehr um das Thema Tod und wie man damit umgeht!!
Ich muss das leider so hervorheben, weil ich aus Erfahrung weiß, dass viele Leute die Bücher lesen und nicht verstehen. Sie sagt es zwar an die 20 Mal selbst im Buch, aber ich wette, die Crabbes und Goyles dieser Welt werden es dennoch nicht raffen.
Denken wir mal kurz nach: Gandalf wird vom Grauen zum Weißen. Aslan, der Löwe wird meiner Erinnerung nach durch sein Selbstopfer ebenfalls stärker (man korrigiere mich, sollte ich irren, ich war ein Kind, als ich die Bücher gelesen habe). Harry hingegen wird durch sein Märtyrertum nicht magischer oder stärker als er es vorhin schon war. Es geht nicht um irgendwelche Kräfte. Es geht um Geisteshaltungen. Um Einstellungen. Um die Einstellung der eigenen Sterblichkeit gegenüber.
Voldemort ist das Paradebeispiel für – ich muss es leider sagen – die Mehrzahl der Menschen. Er lehnt jeden Gedanken an die eigene Endlichkeit ab, kämpft besessen dagegen an, mit dem Resultat, dass er unterm Strich kein Leben mehr hat, weil er letzteres ganz dem Ziel geopfert hat, den Tod zu überwinden. Nicht anders, als die Verblendeten, die seit jeher vom Jungbrunnen oder dem ewigen Leben phantasieren. Die ewige Furcht vor dem Ende des Lebens bewirkt genau dieses frühzeitig, sie vergessen, den Augenblick zu genießen. Ja, der Schritt in die Ungewissheit ist beängstigend, und ja, es tut weh, Angehörige zu verlieren. Aber das ist das Leben.
Dumbledore war, wie wir nunmehr wissen, in seiner Jugend auch kurzfristig jener Verblendung verfallen. Ein tragischer Zwischenfall holte ihn schnell aus seinen Illusionen, woraufhin er Zeit seines Lebens an Schuldgefühlen litt. In der Folge “kreierte” er Harry. Man kann es durchaus so nennen, denn es war Dumbledore, der Harry den Dursleys überließ, wohl wissend, dass dem Jungen eine grauenhafte Kindheit bevorstand. Das ist der Unterschied zwischen Dumbledore und Harry: Dumbledore wuchs in einer heilen Familie auf. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt, als seine Schwester von 3 Muggle-Jungen misshandelt/missbraucht (?) wurde, ab dann zerbrach die Familie zusehends. Wichtig ist jedoch, dass er ein Ego entwickeln konnte, das ihn in der Folge zu hochtrabenden Weltherrschaftstheorien verleitete. Harry hatte diese Chance nicht, er erfuhr im Alter von 1-11 Jahren keinerlei Zuwendung oder Förderung. Ergo wusste er nicht nur, was Leid bedeutet, sondern auch, wie man es erträgt. Das tat zwar auch Voldemort, doch dieser verbitterte angesichts seiner Jugend.
Mir ist klar, dass das alles sehr pathetisch klingt, aber ich fürchte, das Leben ist kitschig. Ich nehme dies zum Anlass, den Kitsch der Potter-Bücher bis zu einem gewissen Grad zu entschuldigen.
Wie man an obigem Absatz erkennt, ist es fast unmöglich, seine Botschaft detailliert an den Mann zu bringen, ohne dem Pathos zu verfallen. Man möchte, dass es möglichst viele verstehen, und bei dem Versuch rutscht man immer weiter in die Plakativität ab. Letztere muss man den Potter-Büchern zweifellos ankreiden, allerdings sehe ich keinen Weg, eine Grundaussage möglichst breitenwirksam zu verstreuen, und wie man anhand von vielen fehlgeleiteten Diskussionen sieht, wird letztere dennoch von vielen Leuten nicht erfasst. Bestes Beispiel sind diejenigen, die Potter-Bücher (meist ungelesen) als Teufelswerk verdammen und öffentlich verbrennen, oder die selbsternannte intellektuelle Elite, die die Bücher (ebenfalls ungelesen) als Schund deklariert. Aber über diese Deppen habe ich mich schon so oft ausgelassen… ich lasse es besser bleiben.
Soviel zur essentiellen Aussage der gesamten Serie, die ich sehr begrüßenswert finde. Kommen wir zur konkreten Kritik an DH:
Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich das Buch gelungen fand. Der schwächste Part war in meinen Augen das Quasi-Nachwort, in dem man erfährt, was 19 Jahre später passiert. Das war Kitsch pur, brachte kaum neue Erkenntnisse und war einfach nur flach. Viel besser wäre es gewesen, hätte der Titel “90 years afterwards” gelautet. Ein sehr alter Ron und ein sehr alter Harry sitzen irgendwo und reminiszieren über ihre Vergangenheit. Harry denkt an seine Kinder, Enkel und Urenkel und daran, was aus diversen ehemaligen Bekannten geworden ist und die, die mittlerweile gestorben sind. Während Ron neben ihm eindöst, denkt Harry an seinen Kampf mit Voldemort und sein Selbstopfer, an Snape und an Dumbledore. Dann schließt er lächelnd ein letztes Mal die Augen.
Ja, das wäre auch kitschig, aber bittersüßer kitschig anstelle des rosaroten Kitsches, den wir in DH haben. Andererseits käme dann vermutlich der Vorwurf, Rowling hätte “Watership Down” kopiert. ;-)
Ich weiß nicht, ob ich zufrieden oder enttäuscht darüber sein soll, dass die Serie genau so ausging, wie ich es erwartet hatte. Wer meine Kritik zu HBP liest, wird sehen, was ich meine. Die gesamte Sache mit Snape (er hat Lily geliebt, er stand in Wahrheit loyal zu Dumbledore) ist dabei das herausragendste Element. Dass Neville Lehrer für Herbology würde, war für mich klar, dass Remus Lupin sterben würde, hatte ich geahnt, spätestens seit der Szene, in der er freudig die Geburt seines Sohnes verkündet, war es aber klar. Dass Harry selbst die siebte Horcrux war, war mir ebenfalls klar. Ich hatte nicht mit dem Tod von Dobby, Tonks und vor allem Fred Weasley gerechnet. Letzteres war die einzige wirkliche Überraschung, aber es kam so schnell und war in so viel sonstige Action eingebettet, dass es keinen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Natürlich hatte ich keine Ahnung von den Deathly Hallows, aber die wurden bislang ja auch nie erwähnt.
Jedenfalls gab es nicht das totale Schockelement, was mich bei HBP so nachhaltig erschüttert hatte. Der Tod Dumbledores an sich war noch nicht verwundernswert, aber die Brutalität, mit der Rowling vorging. Angefangen von der Szene in der Höhle, als Dumbledore den Zaubertrank trank, bis zu seinem Sturz vom Turm in Hogwarts, waren ziemlich starker Tobak.
Kurzfristig kam diese Stimmung auf, als Harry in Snapes Erinnerung erfuhr, dass er sich selbst opfern müsse. Ich gebe zu, das war überraschend, da ich mit einem simpleren (vor allem einmaligen) Kampf zwischen Voldemort und Harry gerechnet hatte. Aber wie bereits erwähnt: das Konzept an sich ist nicht neu.
Die Handlung von DH unterscheidet sich von den übrigen Büchern insofern, als sie zum Großteil nicht in Hogwarts stattfindet. Was zum einen logisch ist, weil Harry, Hermione und Ron ja die Horcruxes finden müssen. Zum anderen war ich nicht sicher, ob Rowling den Schritt wagen würde. Sie tat es teilweise. Die Handlung spielt zwar außerhalb, jedoch gelingt es dem Trio wieder einmal, die gestellten Aufgaben in genau demselben Zeitraum zu lösen, wie bisher. Wenn ich Schüler in Hogwarts wäre, würde ich regelmäßig Anfang Juni heimfahren, weil ich genau wüsste, dass es jedes Jahr gegen Ende Juni zum Showdown in der Schule kommt. Ein bisschen stereotyp, das ganze.
Ebenso stereotyp das Agieren des Trios. Irgendwo in der Mitte kommt es zum Streit und einer verlässt die Gruppe. Irgendwann verfällt Harry einer Obsession, die das gesamte Projekt gefährdet, und Hermione und Ron versuchen, ihn wieder zur Vernunft zu bringen. Dieses Muster hatten wir bereits mehrfach.
Als positiv erschien mir wieder einmal die menschliche Entwicklung, auf die Rowling seit dem ersten Band wert legt. Der Stress der gemeinsamen Flucht und Suche nach den Horcruxes und das daraus folgende Agieren der 3 Jugendlichen, die hier erstmals wirklich großteils auf sich allein gestellt sind, besticht gerade in seinen Details.
Zweiter Vorteil der Potter-Geschichten allgemein ist, dass es kein absolutes schwarz-weiß gibt. Bestes Beispiel ist natürlich Snape, der bis zuletzt der komplexeste und interessanteste Charakter blieb. Sein Tod wurde ihm nicht gerecht, aber genau das war wiederum ein gelungener Schachzug. Auch Dumbledore wurde in Band 6 und 7 wesentlich interessanter, da dreidimensionaler. Endlich wurde auch erklärt, warum er niemals geradeheraus sagen konnte, was er meinte bzw. nie alle Karten auf den Tisch legte. Letztere Eigenschaft trieb nicht nur Harry, sondern auch mich auf die Palme.
In Summe kann ich nicht sagen, dass das Buch schlecht gewesen sei. Ich fand es gut aufgebaut und spannend, vor allem, was die essentielle Aussage betrifft. Aber irgendwo muss ich schon sagen: too much of the same. Es schmeckte wie ein frisches Gericht mit altbekannten Gewürzen. Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich neu oder unvorhersehbar (wie HBP zumindest mich bis zum Schluss absolut im Dunkeln ließ, wie die Geschichte ausgehen würde). Letztendlich wohl ein würdiger Abschluss mit einigen allzu kitschigen Sequenzen (das Nachwort, der Gesinnungswandel Kreachers und Dudleys) und einigen netten Details (Harry wird wie Sirius Pate von einem Vollwaisen, Neville wächst über sich selbst hinaus und vernichtet die letzte Horcrux). Da es vorwiegend vom Tod handelte, ist es mir notgedrungen sympathisch, und ich schließe mit meinem Lieblingszitat aus Kapitel 21, “The Three Brothers”, in welchem Hermione die Sage von den 3 Brüdern erzählt, die den Tod überlistet haben und deshalb jeder von ihm ein Geschenk erhalten. Der jüngste von den Brüdern erhält dabei den Invisibility Cloak des Todes.
‘Death’s got an Invisibility Cloak?’ Harry interrupted again.
‘So he can sneak up on people,’ said Ron. ‘Sometimes he gets bored of running at them, flapping his arms and shrieking … ‘
Sounds familiar. ;-)

Da hast du eine ganz gute Kritik verfasst. Da hast du sogar meine eigene Meinung ganz gut getroffen!
Finde auch, dass du eine gute Kritik verfasst hast. Aber mit dem Kitsch stimme ich nicht komplett zu. Ich fand den Epilog als was nach 19 Jahren ist sehr lustig, vor allem Rons Bemerkung über seine Tochter.
Interessant war auch das Harry zwischendurch Draco Malfoy das leben rettet. Das hatte ich nicht erwartet.
Ansonsten stimme ich dir mit allem überein!!
Also ich fand das Buch auch richtig gut, allerdings hab ich mir in der mitte gedacht: hmm, sie haben bis jetzt eines von 3 horcruxes gefunden, haben keine ahnung wie man es zuerstört und haben noch genauso viel Zeit wie sie bis jetzt hatten um die andern zwei zu finden (die sie vollkommen planlos suchen), und sie plus Schlange zu vernichten und dann Voldemort zu töten. Das ging mir dann alles ein bisschen schnell, aber gut.
Was den Ausblick am Ende angeht, eigentlich mag ich sowas ja, aber so wirklich gelungen fand ich ihn nicht. Es bleiben zu viele Fragen offen z.B. was machen Harry, Ron und Hermione eigentlich beruflich und was mich auch interessieren würde: wer ist eigentlich das Mädchen mit dem Teddy Lupin rummacht? Angeblich eine Cousine von Rons Kindern wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Die einzige Möglichkeit die mir dazu einfallen würde wäre die Tochter von Bill und Fleur. Und ich muss auch sagen das mir der letzte Satz Angst macht. Harry reibt sich seine Narbe und es heist das sie seit 19 Jahren nicht geschmerzt hat. Ich bin mit der englischen grammatik auf Kriegsfuß und als ich mit dem Buch fertig geworden bin war es kurz vor Mitternacht, aber für mich klingt das so als könnte sie sich jetzt wieder bemerkbar machen (wahrscheinlich interpretiere ich da jetzt zu viel rein) Rowling hat ja schon angekündigt das sie weiterschreiben will und im Prinzip habe ich da auch nichts dagegen. Ich könnte mir sowohl die Zeit nach Voldemort als Handlung vorstellen, aber auch die Schulzeit von Harrys Kindern oder vielleicht etwas aus der zeit von Harrys Eltern. Aber eines will ich definitiv nicht: Die Wiederauferstehung von Voldemort. Das fände ich sowas von unnötig, es gibt nun wirklich genug Deppen auf der Welt, da muss man nicht einen den man schon beseitigt hat aus der Versenkung hohlen. Ich hoffe wirklich, dass ich in diesen letzten Satz zu viel Gewicht lege.
Und eine andere Frage habe ich noch: Wo hat Neville eigentlich das Schwert von Griffindor her??? Ich weis jetzt leider nicht mehr genau wie die Szene aussah aber wenn ich mich recht entsinne und das is meiner Meinung nach das einzig logische dann hat er es aus dem Sorting Hat gezogen. Aber bitte wie geht das? Ich war immer der Meinung Godroc Griffindor hätte das Schwert dort vor Jahrhunderten hinterlegt, damit es zur Verfügung steht wenn man es braucht aber wie kommt es jetzt wieder da rein, wo doch die Goblins es haben? Es sei denn natürlich es ist mit einem Zauber belegt der das Schwert von sonstwo herhohlt wenn man es braucht. Wo mich wieder wundert das die Goblins da nichts gegen unternommen haben, immerhin sehen sie es als ihr Eigentum an.
Ach ja, was die Wiederauferstehung des Löwen in Narnia angeht: also soweit ich das in Erinnerung habe (hab die Bücher auch nur einmal gelesen) war Aslan schon immer der “Jesus von Narnia” und war somit eigentlich schon immer allmächtig (er hats halt nie gezeigt) an einen Machtzuwachs nach seiner Auferstehung kann ich mich nicht erinnern ich meine immerhin hat er Narnia erschaffen, viel mehr Macht geht ja wohl kaum noch oder?
Dann bleibt wohl blos noch zu hoffen, dass sie den deutschen Titel noch ändern, auch wenn ich mir die deutsche Version nicht kaufen werde. Aber der korrekte Titel wäre trotzdem die Übersetzung des alternativen Titels “Relics of Death” also “Reliquien des Todes” oder von mir aus auch “tödliche Reliquien” aber auf keinen Fall “tödliche Heilige”!
Wollte nur kurz simba bekräftigen, was narnia angeht! C.S.Lewis hat ja definitiv aus der christlichen Heilsgeschichte einen Fantasy-Roman gemacht.
Tolle Kritik, sehr interessant. Zum Buch: naja, mir waren die 600 Seiten fast zu wenig, aber ich war froh dass zum Schluß kein offenes Ende blieb. Mich hat ja zuerst der überraschende Tod von Severus so getroffen weil ich mir dachte “WTF?! Und auf welcher Seite hat er jetzt gestanden? Dumbledore oder Voldemort?”. Ich war froh dass sich das mit dem Teil im Pensieve dann aufgeklärt hat. Die Idee mit dem Wort “Voldemort” als Magnet für Death Eater fand ich auch sehr gelungen. Was mich allerdings ein wenig stutzig machte war das ständige eintauchen von Harry in Voldi’s Gedanken und dass es da keine bidirektionale Verbindung gab. Mir erschien das irgendwie eingenartig. Ich kann jetzt kein besseres Wort dafür finden. Ich hätte gedacht das Voldi bei all seiner Genialität und vorallem bei seiner Kenntiniss dieses wunden Punktes den im letzte Teil nicht vollkommen vernachlässigt. Harry war ständig in der Lage sich bei Voldi Informationen zu holen und diese auch noch meistens zum richtigen Zeitpunkt. Das war für mich einer der wenigen Punkte die mich am letzten Band irritiert haben.
Und ja, Neville bekam das Schwert aus dem Sorting Hat, der arme Goblin ging mal wieder leer aus :)
Hmmm, und das mit den “19 years later” kam mir auch ganz verdächtig wie ein Vorspann für eine Fortsetzung vor. Naja, sollte Rowling mal ein wenig Kleingeld brauchen hat sie sich damit schon Mal die Tür dafür geschaffen :)
@ simba: Ja genau, mir hat bei dem Nachwort die wirkliche Information gefehlt! Wir erfahren, dass Harry und Ginny sowie Ron und Hermione verheiratet sind und wie viele Kinder sie haben. Toll, das war aber doch zu erwarten. Von Dracos Sohn kennen wir nichtmal die Mutter (Pansy Parkinson wird nicht erwähnt). Wir erfahren nicht, was irgendjemand beruflich macht und vor allem, wer neuer Headmaster von Hogwarts ist! Ich hätte ja auf McGonnagall getippt, aber nada. Außerdem hätte ich gerne gewusst, ob Snape jetzt auch ein Portrait im headmasters office hat. Verdient hätte er es sich weiß Gott, auch wenn er von Voldemort installiert wurde. Immerhin, das einzige wirklich erfreuliche Stückchen Info war, dass Harry Snape als Helden ansieht. Eine Aussöhnung wäre schön gewesen, selbst wenn’s nur mit Snapes Portrait ist.
Was mich auch sehr interessieren würde ist, wie George mit seinem Leben zurecht kommt, nachdem Fred gestorben ist. Die zwei waren ja fast siamesische Zwillinge, dass einer ohne den anderen leben kann, scheint mir sehr schwierig.
Was Victoire betrifft: Ich möchte wetten, dass sie die Tochter von Bill und Fleur ist, allein wegen des französischen Namens.
Das Schwert kam aus dem Sorting Hat, korrekt, und zwar auf dieselbe Weise wie im zweiten Band bei Harry. Harry hat großen Mut bewiesen, ergo konnte er das Schwert aus dem Hut ziehen. Bei Neville dürfte es ähnlich gewesen sein, umso mehr, als er ja auch ein Gryffindor ist. Und ich wette, dass die Magie des Hutes bzw. des Schwertes weit stärker ist als die der Goblins, ergo konnte der Hut es auch zurückholen.
Selbst, wenn Rowling weiterschreiben sollte, ich glaube nicht, dass sie Voldemort wiederauferstehen lässt. Sie ist sehr strikt in ihren Ansichten bezüglich der Endgültigkeit des Todes, sie hat ja immer wieder darauf hingewiesen, dass Sirius und Dumbledore definitiv nicht zurückkehren werden. Ich denke, dieser letzte Satz sollte viel eher unterstreichen, dass Voldemort tatsächlich hinüber ist.
Mich würde interessieren, ob Harry jetzt noch Parseltongue spricht. Theoretisch sollte er es nicht mehr können, da Voldemorts Seelenanteil aus ihm verschwunden ist.
@ Anasazi: Das Eintauchen in Voldemorts Gedanken tat Harry schon seit Band 5. Ich gebe dir aber in dem Punkt recht, dass es merkwürdig ist, dass Voldemort Harry nicht einfach ausgeblockt oder ihn mit falscher Information gefüttert hat. Die einzige Erklärung hierfür ist meines Erachtens, dass Voldy gar nicht bemerkt hat, dass Harry mithört. Man bedenke: Voldemort wusste nicht, dass Harry einen Seelenanteil von ihm besaß! Und laut Dumbledore hat er nach dem Ende von Band 5 nie wieder versucht, selbst in Harrys Bewusstsein einzudringen, weil er Harrys Liebe zu anderen Personen nicht ertrug.
Ich finde es auch zwar etwas merkwürdig, dass der mächtigste aller Zauberer nichts bemerkt haben soll, aber dann: Voldy war bis zum Schluss ein arrogantes Arschloch.
Viel wichtiger ist aber, was Rowling damit zeigen wollte: In Band 5 und auch zu Beginn von Band 7 konnte Harry die Ausflüge in Voldemorts Hirn nicht steuern, weil er Occlumency nicht beherrschte. Ab dem Moment, da er und die anderen aber gefangen wurden, lernte er Kontrolle zu gewinnen. Das ist der wichtige Punkt. Er konnte letztlich steuern, wann er einen Blick in Voldemort werfen würde und wann nicht. Er wurde ein Occlumens.
Ach ja, dass die Sache nicht auch umgekehrt funktionierte und Voldy immer in Harrys Kopf landete, sobald dieser wütend wurde, ist leicht erklärt: Voldy besaß keinen Seelenanteil von Harry. Ergo war die Verbindung eine Einbahnstraße. Um in Harrys Kopf zu gelangen, hätte Voldy aktiv von Harry Besitz ergreifen müssen, aber davor hatte er ja Schiss.
@simba & Nina: Genau meine Meinung, es wurde viel zu viele Dinge überhaupt nicht erwähnt. Was wurde aus den Schulkameraden, den Lehrern, Hagrid & Olympe, den Weaslys, den Ordensmitgliedern usw. Ich finde das Nachwort hätte ruhig viel länger sein können um jedem Charakter eine Geschichte danach zu geben. Das wäre ihnen gerecht geworden.
Diese kurze “Abschlachtung” dieser Charaktere wundert mich schon ein wenig, kurz, kommentarlos, man erfährt nicht einmal wie sie gestorben sind (Lupin & Tonks), kein Begräbnis, keine Trauer, nicht mal ein kurzer Abschnitt über George, der nun ohne seinen geliebten Zwillingsbruder auskommen muss, oder Ted, wo er aufwuchs usw.
Irgendwie kommen mir in diesem Buch die Charakter doch etwas lieblos hingemetzelt vor, nur Hedwig, Mad-Eye und v.a. Dobby erhalten ein paar Worte zu ihrem Tod. In Buch 6 hatte man noch Zeit zu trauern, aber hier nicht mal ein kollektiver Gedenkgottesdienst o.ä. um den Opfern zu gedenken.
Was mich auch etwas wundert: Warum die alten Schulfreunde Wood, Chang etc. an die Schule zurückholen für den letzten Kampf, wenn sie dann doch nur in 1-2 Zeilen vorkommen? Dass viele hinter Harry stehen war auch so recht deutlich.
Ich finde das Buch nicht schlecht, aber es ist doch etwas hinter meinen wohl zu hohen Erwartungen zurückgeblieben, v.a. was den Abschied von den Charakteren betrifft.
“Was Victoire betrifft: Ich möchte wetten, dass sie die Tochter von Bill und Fleur ist, allein wegen des französischen Namens.”
Da bin ich mir auch ziemlich sicher. Wer sonst sollte seiner Tochter einen französischen Namen geben, wenn nicht Fleur.
Also das mit dem Porträt von Snape würde mich auch sehr interessieren, das ist mir nämlich auch aufgefallen, als Harry & Co nach der Schlacht ins Headmaster Office gehen damit Harry ihnen alles erklärt heist es er schaut zum letzten Porträt und da is Dumbledore, nicht Snape der zu dem Zeitpunkt ja schon tod war. Und im sechsten Band war Dumbledores Porträt ja sofort da. Von daher würde ich eher sagen, nein er hat keines, was ich aber auch schade finde.
Was Parseltongue angeht, vielleicht kann er’s auch weiterhin weil ers einfach gelernt hat, ich meine Ron war ja auch in der Lage es zu lernen. Was ich ja sehr überraschend fand, er hat vor 3 bis 4 Monaten (dürfte zumindest hinkommen denk ich) ein Wort in einer Sprache gehöhrt, die er nicht mal im Ansatz versteht, es war für ihn ja wirklich nicht mehr als ein Laut, der sich kaum von anderen Lauten in Parseltongue unterscheidet. Aber er ist in der Lage diesen Laut nachzuahmen??? Irgendwie finde ich das ein bisschen an den Haaren herbeigezogen aber naja.
@simba: Ich glaube nicht, dass Ron Parseltongue gelernt hat. Er hat einfach ein Wort, das er von Harry gehört hat, imitiert.
Parseltongue, kann man nach meinem Verständnis auch nicht lernen, man wird entweder mit dieser Gabe geboren (oder bekommt sie von einem Bösewicht durch ein Stück Seele verpaßt ) oder eben nicht.
Ich denke, man kann sich das so vorstellen, dass man sich einfach ein Wort in einer Fremdsprache vorsagen lässt und es dann einfach probiert nachzuahmen. Dazu muß man weder wissen was das Wort bedeutet, noch die Sprache gelernt haben.
Ich wär ja auch noch gespannt, wer derjenige sein soll, der “late in life” magische Fähigkeiten entwickelt hat (mir ist beim ersten Lesen niemand aufgefallen) und wer die zwei Toten sind (ich vermute was), die zuvor überleben sollten und wer nun doch leben darf. Ich bin gespannt ob diese Fragen noch in irgendeiner Form beantwortet werden.
Wegen dem “lieblos hinmetzeln”, vielleicht wollte JKR damit ein wenig auf die Grauen des Krieges hinweisen und das unter solchen Bedingungen oft gar nicht die Zeit da ist um sich von Gefallenen zu verabschieden. Ich kann mir nicht vorstellen dass das ohne Hintergedanken geschehen ist.
Ich glaube auch, dass das bewusst war. Wir sehen die Handlung ja nach wie vor großteils aus Harrys Sicht, und ein Punkt, der für ihn so erschütternd war, war, dass er links und rechts Freunde verloren hat, ohne es recht mitzubekommen oder Abschied nehmen zu können. Das wiederum hat ihn massiv belastet, weil er wusste, dass sie “für ihn” sterben, weswegen er dann freiwillig in den Tod ging.
Diese ganze Szene, als Harry sich aufmacht um sein Ende zu finden, war eine der stärksten Szenen der gesamten Serie. Ich war tief berührt, umso mehr, als die Beschreibung stimmte. Ich frage mich, woher Rowling wusste, dass man sich tatsächlich so fühlt, wenn man vom Leben Abschied nimmt. Sehr beeindruckend.
Angesichts der Dementoren, die ja nichts anderes als Depressionen versinnbildlichen, frage ich mich, wie dreckig es ihr damals wirklich ging, als sie arbeitslos und alleinerziehende Mutter war. Sie muss ziemlich tief unten gewesen sein.
Ach ja, ein zweiter großer Pluspunkt war die ganze Hintergrundgeschichte mit dem Elder Wand. Da sieht man, dass sie diesen Handlungsbogen wirklich lange vorgeplant hat, denn dass Draco Dumbledore in Buch 6 zuerst entwaffnet, zeigt sich hier als wichtiges Element. Und der Satz, den Ollivander bereits im ersten Buch sagt (“The wand choses the wizard”), erfährt hier auch erst seine volle Bedeutung.
Das ist mir schon klar, dass das bewußt geschah, aber nicht mal im Nachhinein (nachdem alles vorbei ist) eine kleine Gedenkfeier. Das finde ich etwas komisch. Bei Dumbledore gibts noch ein großes Begräbnis und hier wo viel mehr sterben nichts.
Mhm, ich denke Rowling dürfte sehr viele Tiefen erlebt haben um so plastisch darüber schreiben zu können. Umso mehr freut es mich für sie, dass sie zumindest finanziell keine Sorgen mehr hat.
Das beeindruckt mich an ihrer Geschichte mit am meisten, diese Details, die sie bewußt einbaut, die sidh einem als Leser aber erst im Nachhinhein erschließen.
Interessant, wie unsere Meinungen bei einem Thema auseinander klaffen (PotC III) und hier wieder so zusammen passen. Es gibt zwar den einen oder anderen Punkt, den ich ein wenig anders sehe, aber nichts wesentliches.
Zuerst mal – Ich finde deine Kritik, genauso wie die beiden vorherigen, sehr gelungen.
Zum dem Epilog habe ich allerdings eine ganz andere Meinung:
Ich finde endlos lange Epiloge, die im Detail erklären, was aus allen Personen geworden ist eher _lang_weilig. Das bester Beispiel ist dafür ist LotR – so gut das Buch vorher war, gerade der Schluss wo erklärt wird, was aus wem geworden ist, zieht sich doch sehr in die Länge. Natürlich ist es etwas unbefriedigend, das man nicht erfährt, was aus allen Nebencharaktären geworden ist, aber ich glaube, das währe schnell an der Grenze zur langeweile.
Rowling macht da etwas anderes: Statt groß und breit zu erzählen, was aus wem geworden ist, beschrängt sie sich lediglich auf einen Aspekt: Das Leben geht weiter – einiges ändert sich, aber vieles bleibt beim alten (Kinder werden geboren, wachsen auf, und müssen zur Schule; die Feindschaften zwischen den Häusern und mit dem Malfoys). Irgendwo schließt sich dort der Kreis mir dem ersten Band.
Was ihn auf noch auflockert, ist die Tatsache das er mit sehr viel Homor geschrieben ist. Z.B. die Szene mit dem Führerschein (S. 604 Mitte) oder die Szene in der Lily meint, das es schon währe, wenn Teddy ein teil der Familie währe (S 605 Mitte).
Zu der “Wiedeauferstehung” von Harry – Mir ist garnichtmal so klar, ob er nicht evtl. schwächer geworden ist – Kann er noch Parseltongue? Bekommt er noch mit, was Voldemort denkt? Er könnte durchaus alle fährigkeiten, die er Voldemort “verdankt” verloren haben. Andererseits gewinnt er auch an Weißheit. Er ist zwar nicht magisch stärker ist, aber deutlich weiser, was durchaus mehr Wert ist.
Ich finde das siebte Buch auf jeden Fall sehr gelungen und bedaure nur, das die Serie (zumindest in der jetzigen Form) zuende ist.
Allgemein bewundere ich an der Serie, wie Rowling es geschafft, die Zielgruppe zusammen mit den Chraktären älter werden zu lassen. Es beginnt mit einer eher einfach gestrickten Abenteuer Geschichte für 11 jährige. Später wir es gruseliger, komplexer und es kommen politische Verstrickungen dazu.
Schön wenn leute immer schon vorher “irgendwie Ahnungen” haben nachdem das Buch raus ist, und die eigenen “Ergüsse” im Sonnenschein des Erfolges besser darstellen….lächerlich, hast Du eigentlich nicht nötig…
@ rofl: Solche sinnlosen Kommentare hab ich auch nicht nötig, aber ich lasse sie dennoch durchgehen. Mein Rat: Lies einfach meine Blogeinträge nicht mehr. Mach vielleicht auch gleich einen großen Bogen um meine Website. Dann musst du dich nicht über meine Lächerlichkeit echauffieren und alles ist gut.
Woher die Zweifel, ob Snapes Portrait im Headmaster’s office hängt? Warum eigentlich nicht? „Harry had eyes only fort he man who stood in the largest (nicht latest ! ) portrait directly behind the Headmasters’s chair”. Und dass Dumbledore den Ehrenplatz einnimmt, ist legal. Er hat ja auch als einziger sein Grabmal in den Hogwarts Gründen. Dass Snape nicht in der Aufzählung derer aufscheint, die Harry standing ovations darbieten, sollte nicht weiter beunruhigen.
Vergleiche mit Lord of the rings und Chronicles of Narnia sind meiner Meinung nach unzulässig. Beides sind Kinderbücher und Harry Potter ist das zweifellos nicht! Kinderbücher setzen sich nicht so tief mit dem Thema „Tod als Bestandteil des Lebens“ und den Gesetzmäßigkeiten und Gefahren des rechtsnationalen fundamentalistischen Gedankenguts auseinander.
Aussagen wie „to the well organized mind, death is but the next great adventure“ (Bnd. 1), “the true Masters of Death… understands, that there are far, far worst things in the living word than dying” , “you alone know whether it will harm your soul to help an old man to avoid pain and humiliation” (Bnd. 7) findet man sonst in keinem Kinder- und Jugendbuch und legen auch um Hinblick auf das offensichtlich erlebte Wissen über Depressionen den Schluss nahe, dass Mrs. Rowling trotz Reichtum und Familienglück keinesfalls davon gefeit ist, (noch?) einmal ins schwarze Loch zu stürzen.
In keinem der mit Rowling verglichenen Werke werden die Charaktere so vielschichtig mit all ihren menschlichen Eigenschaften dargestellt. Es gibt nicht nur Gute, die immer gut und tapfer sind und dem Guten zum Sieg verhelfen, (wobei die Tapferkeit daran gemessen wird, wie viele Feinde sie getötet haben), Böse, die immer böse sind und Böse, die zum Guten wechseln und dabei meist ihr Leben lassen. Im Gegenteil! Auch wird der Kampf als solcher niemals verherrlicht, nicht einmal als Mrs. Weasley in der Ausnahmesituation einer Mutter, die eines ihrer Kinder verteidigt, nachdem sie gerade eines verloren hat, mit Bellatrix einen Kampf auf Leben und Tod aufnimmt. Bemerkenswert, dass niemand eingegriffen hat.
Lord of the rings und Chronicles of Narnia handeln in Welten, die längst dahin sind oder in die man sich extra einbeamen muss, „Harry Potter“ handelt im Großbritannien von heute, die Akteure sind lediglich Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die sie vor anderen verbergen müssen, weil sie sich sonst, wie alle – die etwas anders sind als die Norm im Umkreis von 12 km – Schwierigkeiten einhandeln. Als Beweis, dass „Harry Potter“ auch von Skeptikern und Ignoranten nicht wirklich als Märchen erlebt wird, mag gelten, dass sie verbissen nach Logikfehlern suchen und Nebensächlichkeiten, wie den Umstand, dass 1. September immer ein Montag zu sein scheint, triumphierend als Beweis hochhalten, wie unglaubwürdig die Bücher seien.
Wertvoll für alle Altersgruppen, besonders aber die Jugend macht die Bücher die durchgehende Warnung vor Nazismus, Fundamentalismus und Rassismus. Ich kenne kein literarisches Werk in dem so klar dargestellt wird, dass sehr viele gefährdet sind, in diesem Gedankengut zunächst einen Vorteil (persönlich und nicht nur ideologisch) für sich zu sehen und in Gefahr zu kommen, zu verharmlosen und zu unterstützen, wodurch der Flächenbrand außer Kontrolle gerät. Die verschiedenen Motive sind bei den unterschiedlichen Charakteren von Malfoy über Wormtail und Bellatrix bis Dumbletore sehr gut herausgearbeitet.
Und unter diesem Gesichtspunkt sehe ich auch das letzte Kapitel: das chauvinistische Gedankengut wird von den Eltern an die Kinder weitergegeben auch von denen, die wissen müssten, welch verheerende Folgen drohen. Das ganze wird mit Familienglück-Zuckerguss dekoriert, der Schlusssatz „all was well“ klingt für mich mehr warnend als beruhigend.
Den augenfälligen Wechsel zum flachen Erzählungsstil à la Hedwig Courths-Maler und Rosemarie Pilcher sehe ich eigentlich als Verarschung (pardon, mir fällt kein besseres Wort ein) all der Yellowpress Geschädigten, die nur daran interessiert sind, ob jetzt der Ronnie mit der Hermy oder der Harry mit der Ginny und ob die gspitzte Luna und der patscherte Neville auch noch jemanden finden. Wie deprimierend muss dieses vorwiegend zur Schau gestellte Interesse für Rowling sein: eigentliche Botschaft nicht angekommen – sollen sie eben kriegen, was sie verdienen!
Apropos patscherter Neville: wenn Harry der letzte der sieben Horcruci war, dann war Nagini keiner. Wäre auch unwahrscheinlich, weil sie erst in Albanien zu Voldemort gestoßen ist, als er sehr schwach war und mit Horcruci nicht viel am Hut haben konnte. Somit war Neville zwar sehr mutig, hat aber für die Vernichtung Voldemorts keinen essentiellen Beitrag geleistet? Right?
@Melanie: Also bei dem Porträt sind bei mir deshalb Zweifel aufgekommen, weil es zum einen nicht erwähnt wird, was ich ja doch sehr verwunderlich finde (aus den offensichtilichen Gründen), zum anderen habe ich “last” statt “largest” gelesen, war halt schon mitten in der Nacht ;)
Ich denke man kann schon Vergleiche ziehen mit LotR und Narnia, klar gibt es Unterschiede, die du ja auch aufzählst, aber genau das nennt man ja vergleichen. Und entschuldige bitte, aber wie kommst du auf die Idee LotR sei ein Kinderbuch??? Ich gebe zu ich bin bisher noch nicht dazu gekommen es selbst zu lesen, aber was ich bisher von Leuten gehöhrt habe, die es gelesen haben kommt es dem Film doch sehr nahe und auch der Schreibstil (die berühmt berchtigten Landschaftsbeschreibungen) hat wenig mit einem Kinderbuch gemein.
Im Übrigend hast du natürlich Recht, die Figuren von Rowling sind sehr viel tiefgründiger und vielschichtiger als in LotR und Narnia und generell den meisten Fantasy Romanen.
Aber das hat auch viel mit der Zeit zu tun in der sie entstanden sind. Ähnliches sieht man z.B. in der Comic-Welt, auch dort sind die Superhelden zunächst wahre Stereotypen des Guten die in ihrer Alltags-Identität praktisch in einer sorgenfreien Welt leben (Clark Kent, der seine Schusseligkeit ja nur spielt, oder der reiche Playboy Bruce Wayne) wohingegen spätere Charaktere (z.B. Peter Parker) auch viele eigene, “private” Probleme hat. In Fantasy-Romanen und in vielen anderen literarischen und Film-Figuren ist die Entwicklung ähnlich, vielschichtige Charaktere die mit “banalen” Alltagsproblemen zu kämpfen haben oder ernsthaft mit ihrem Schicksal hadern gibt es noch nicht allzu lange. (Zumindest soweit ich weis, ich bin auch noch relativ jung und kann hier weniger aus persönlicher Erfahrung sprechen als Berichte wiedergeben) Mir persönlich gefällt das natürlich und ich denke da bin ich nicht alleine, sonst würden solche Bücher ja nicht so gut ankommen.
Was das Ende angeht, das ist ein gutes Argument das du hier anführst. Wie ich oben schon geschrieben habe mag ich solche Ausblicke eigentlich ganz gerne, sozusagen zur abschließenden Auflockerung und “Beruhigung” nachdem der letzte Kampf überwstanden ist und in der Hinsicht fand ich diese Version einfach nicht sehr gelungen. Aber wenn man das ganze aus deinem Blickwinkel betrachtet passt es viel besser.
Was die Horcruxes angeht hast du dich glaub ich verzählt: es sind genau sieben: 1. Tom Riddles Tagebuch 2. Der Ring der Gaunt-Familie 3. das locket von Slytherin 4. die Tasse von Hufflepuff 5. das Diadem von Ravenclaw 6. Nagini und 7. Harry
Das sind jetzt alle die mir einfallen und damit würde es ja auch passen. Ich weis jetzt zwar nicht mehr warum er nichts von Griffindor hatte (ich glaube Dumbledore hat da was im 6. Band erwähnt, aber des is ne Weile her das ich den gelesen habe) aber ich wüsste auch nicht was das gewesen sein sollte. Abgesehen davon, wie kommst du darauf dass Nagini erst in Albanien zu ihm gestoßen sein sollte? Ich finde ja es würde Sinn machen wenn sie schon vorher zu ihm gehöhrt hat und sich dann in der Zeit nach seinem Verschwinden irgendwo versteckt hat, schließlich ist es ja auch ihr Gift, das Voldemorts schwachen Körper Kraft gibt (oder es ist zumindest Bestandteil des Tranks).
LOTR is ein Kinderbuch? Interessante Theorie. Zu den Horcruxen: Natürlich ist Nagini einer. Diese sind, der Reihenfolge nach: Das Tagebuch, der Ring, das Medaillon, Hufflepuff’s Cup, das Diadem, Potter selbst und eben die Schlange.
LOTR ist definitiv kein Kinderbuch, da muss ich ebenfalls widersprechen.
Und so sehr ich Harry Potter schätze – es beginnt sehr wohl als eine Kinderbuchreihe. Der Anspruch wächst halt mit jedem Band, so dass mit der Zeit Jugendbücher daraus werden, aber das sehe ich nicht als Abwertung. Astrid Lindgren und Christine Nöstlinger schätze ich heute noch, insofern sehe ich es weiß Gott nicht als Beleidigung, Harry Potter generell der Kinder- und Jugendliteratur zuzurechnen. Im Gegenteil. Ich lese sehr gerne Kinderbücher, weil dort im Gegensatz zur vielfach überkandidelten Erwachsenenliteratur richtige Themen aufgegriffen werden. Wie zB Rassismus und Tod.
Um mal einiges richtig zu stellen:
Snape hängt nicht im Büro des Headmaster, weil er seinen Posten frühzeitig verlassen hat.
Zu dem Missverständnis wegen der Horcruxe: Nagini war ein Horcrux. Voldemort hat 6 Horcruxe absichtlich gemacht und einen unabsichtlich (Harry), weshalb er dann nicht wie beabsichtigt 7 Seelenteile hatte, sondern 8.
Der Charakter der überleben durfte ist Arthur Weasley und die zwei die für ihn sterben mussten sind Lupin und Tonks.
Warum Voldemort nichts von Gryffindor hatte: Es gibt wohl nur mehr den Hut und das Schwert und beide hat Dumbledore sicher verwahrt also hatte Voldemort keinen Zugriff darauf.
Wer noch mehr erfahren will, kann hier nachlesen.
http://www.mugglenet.com/app/news/full_story/1156
Voldemort hatte nichts von Gryffindor, weil laut Dumbledore dessen einzige Hinterlassenschaft das Schwert ist, und dies befand sich ja im sprechenden Hut, aus dem es nur jemand, der die typischen Eigenschaften eines Mitglieds dieses Hauses hat, herausziehen kann.
Tom Riddle war ja talentiert, intelligent usw., aber diese nötigen Charaktereigenschaften wie Einstehen für Freunde besaß er nicht.
Was die Zählweise der Horcruxe angeht:
Im HBP gehen Harry und Dumbledore von sieben Seelenteilen aus: sechs Horcruxe und der Teil der noch im Körper Voldemorts wohnt.
Im letzten Teil kommt dann Harry als unbeabsichtigtes, siebtes Horcrux hinzu.
Hallo Nina,
dieses Zitat stützt Deine Einschätzung:
“J.K. Rowling: Yeah … The theme of how we react to death, how much we fear it. Of course, I think which is a key part of the book because Voldemort is someone who will do anything not to die. He’s terrified of death. And in many ways, all of my characters are defined by their attitude to death and the possibility of death.”
Quelle: http://www.msnbc.msn.com/id/20001720/
Also Voldemort himself war eindeutig der erste Horcrux oder der ursprüngliche und letzte Hort seiner Seele, dann kommt das Tagebuch als Nummer 2, der Ring als Nr. 3, das Medaillon Nr. 4, der Becher Nr. 5, das Diadem Nr. 6 und Harry Nr. 7. Wenn es nun aber unbeabsichtigt 8 geworden sind, auch gut. Ich gönne Neville seinen Erfolg vom Herzen.
Wieso ich glaube, dass Voldemort Nagini erst seit Albanien hat? Vielleicht weil sie im Haus der Riddles zum ersten Mal auftritt, und weil er selbst erzählt hat, im Exil wären Schlangen seine einzigen Freunde gewesen und er hätte ihren Körper benutzt, nur leider hätten sie das nicht lange überstanden. Aber ich hänge nicht an dem Gedanken.
Dass ich LOTR zu den Kinderbüchern zähle, hängt wohl damit zusammen, dass ich es wie alle anderen in unserer Familie als Kind gelesen (was heißt gelesen? – verschlungen!) habe. (Ich hätte das aber auch sicher mit Harry Potter getan.) Im übrigen bin ich mit Nina d’accord: der Begriff Kinderbuch sollte nicht abwertend sein.
Ich erkläre hiemit feierlich: Harry Potter ist ein Kinderbuch aber das einzige, das ich kenne (und ich kenne sehr viele), das sich so eindinglich mit dem Thema Tod, Umgang mit Todesängsten, Verlust, Trauerarbeit und der Endgültigkeit des Todes und der bitteren Erkenntnis, dass man auf so viele Fragen keine, aber schon gar keine Antwort mehr bekommt, auseindersetzt.
Ich bin Mrs. Rowling sehr dankbar, dass Dumledore im letzten Akt Harry nicht mehr mit Ratschlägen – z. B., wie von mir befürchtet, via Bild auf den Schokofroschkarten- zur Seite gestanden ist. Das wäre eine Lösung für ein Kinderbuch gewesen.
Der kleine chat in Kings Cross ist etwas anderes. Muggle Ärzte nennen den Zustand Koma und in der Muggelliteratur finden sich Berichte von Zurückgekehrten, dass in hellen lichtdurchfluteten Räumen Kontakte mit Vorangegangenen stattgefunden hätten.
Aber, wie gesagt: Muggelliteratur! Man müßte einen erfahrenen Heiler fragen!
Nein, es sind nicht 8 geworden, sondern 7. Voldemort war selbst kein Horcrux: ein Horcrux ist bekanntlich ein Gegenstand, in den ein Zauberer mittels dunkler Magie einen Teil seiner Seele bannt, um dem Tod zu entfliehen. Bei einem einzigen Horcrux gäbe es dann eben zwei Teile (einer verbleibt natürlich im Körper des Zauberers), Voldemort plante seine Seele zu siebteln (6 Horcruxen + himself), Harry als 7. Horcrux war unbeabsichtigt, so dass es 8 Teile, aber nur 7 Horcruxen, geworden sind.
Ich war sehr überrascht, wie die scheinbar offensichtliche Wahrheit der letzten sechs Bände (Dumbledore gut, Snape kritisch, in Band 6 schlecht) plötzlich in Frage gestellt wurde (vor allem durch Rita Skeeter) – um dann doch wieder etabliert zu werden wie vorher, nur dass gleich der Beweis für Snapes Loyalität erbracht wurde.
Das fand ich gelungen und es zeigt, wie andere Details der Serie, dass ein schwarz-weiß-Blick auf unsere Welt der Komplexität von verschiedenen Ansichten, Gefühlen und Handlungen nicht gerecht werden kann.
Ich frage mich auch, wie vieles Mrs. Rowling vorher geplant oder als Erzählstrang angelegt hat. Bloß wird sie uns das wohl nicht verraten…
Bei manchem hat sie mit dem Zufall jedoch sehr nachgeholfen, etwa das Fiendfyre (p. 510) im Raum der Wünsche, welches von Crabbe heraufbeschworen wird und – zufällig – genau eines der Dinge ist, die Horcruxe zerstören… aber auf der anderen Seite auch besser als immer wieder der arme Basilisk (der im übrigen in der europäischen Sagengeschichte erst als kleine gekrönte Schlange, dann als geflügelte Schlange und schließlich als Hahn mit Schlangenschwanz beschrieben wird, dessen natürlicher Feind ein (!) Wiesel ist.) Mich würde interessieren, woher Mrs. Rowling den Basilisken als Riesen-Monsterschlange kennt? (Wen es interessiert: Marianne Sammer: Der Basilisk. Zur Natur- und Bedeutungsgeschichte eines Fabeltieres im Abendland, München 1998)
@ Nina: In Wien soll es in der Schönlaterngasse 7 ein Basiliskenhaus geben…
Ich hab DH nachts um 5.15 nach ungefähr 9h Lesen beendet, und eines ist mir, vielleicht aufgrund meiner “geistigen Umnachtung” völlig entgangen: was war das für ein Baby in Kings Cross? Was sollte das da? Vielleicht kann mir einer von euch offensichtlich versierten Potter-Kennern da weiterhelfen?
ich dachte, das war der teil von voldemort, der in harry gelebt hat und durch den todesfluch, den voldemort auf harry abgeschickt hat, getötet wurde…
mir persönlich hat das Buch nicht wirklich gefallen. Einfach weil Rowlings zu lange gebraucht hat, um wirklich Spannung aufzubauen und es viel zu lange dahinplätscherte. Gut, man bekam interessante Einblicke, aber es plätscherte.
Der Kampf um Hogwarts war genial, keine Frage, aber diese ‘Zwischenwelt’ – ich hatte den Eindruck, dass Rowling dies als Notlösung gewählt hat, um den Leser über all die Dinge aufzuklären, die sie nicht vernünftig in die Story reinpacken kann. Es gibt im Harry Potter Universum keine logische Erklärung für diese Zwischenwelt. Nix da, nada. So was macht man als Autor nicht. Das gehört sich nicht. Und das hat mir den Roman endgültig verdorben.
Aber ob Snape ein Portrait bekommt – hier gibt es eine Fanfic dazu: http://www.fanfiction.net/s/3677660/1/Zitronenbonbons_all_over_again
Sie hat mich übrigens ein klein wenig mit dem Buch versöhnt…
Egal … jetzt schreib ich halt auch noch mal was dazu!
Ich finde der Vergleich zwischen HarryPotter, Narnia und HdR ist mindestens so gelungen wie wenn ich der Tod und das Mädchen mit Micky Maus und Batman vergleiche. Sind ja alles drei Comics, oder?
Jedenfalls finde ich HarryPotter ganz ok, aber mehr schon nicht. Ich verstehe bis heute nicht den Hype und habe alle Bücher gelesen. Da gibt es einfach wesentlich bessere Bücher.
Ich fand das Buch ziemlich gut. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen, denn ninas Zusammenfassung/Kritik drückt meine Meinung hinsichtlich des Buches seeehr genau aus ;)
In der Wartezeit zwischen Band 6 und 7 habe ich erwartet, dass Rowling verstorbene Personen wie z.B. Sirius in irgendeiner Art und Weise aktiv eingreifen lässt, oder dass das Geheimnis des “Vorhangs” im Department of Mysteries gelüftet wird. Im Nachhinein bin ich jedoch froh, dass sie das nicht getan hat.
Ja,ich finde die Kritik passend und das Buch dennoch gut
Da ich es selbst gelesen habe,war ich über das Ende überrascht,da ich dachte Syrius Black würde nochmal kommen.
Hey, die Kritik ist gut und stimmt größtenteils auch mit meiner Meinung überein =)
“Wir erfahren nicht, was irgendjemand beruflich macht und vor allem, wer neuer Headmaster von Hogwarts ist! Ich hätte ja auf McGonnagall getippt, aber nada. Außerdem hätte ich gerne gewusst, ob Snape jetzt auch ein Portrait im headmasters office hat. Verdient hätte er es sich weiß Gott, auch wenn er von Voldemort installiert wurde. Immerhin, das einzige wirklich erfreuliche Stückchen Info war, dass Harry Snape als Helden ansieht. Eine Aussöhnung wäre schön gewesen, selbst wenn’s nur mit Snapes Portrait ist. Was mich auch sehr interessieren würde ist, wie George mit seinem Leben zurecht kommt, nachdem Fred gestorben ist. Die zwei waren ja fast siamesische Zwillinge, dass einer ohne den anderen leben kann, scheint mir sehr schwierig.”
Es gibt ein “Interview” mit Rowling (‘n Chat) in dem (einige? alle?) der Fragen und einiges anderes geklärt wird. Weiß nicht, kann sein, dass das schon wer gepostet hat, gerade keine Zeit, mir die Kommentare durchzulesen, wenn ja, dann entschuldigt :o
Hab das nur gerade gefunden und dabei an die Fragen gedacht.. also..
= > http://www.hpana.com/news.20137.html
Band 7 hat mir wirklich gefallen. Er hat mir wieder Lust auf Harry Potter gemacht, nachdem diese schon etwas verraucht war – Band 5 hat mir damals nicht zugesagt und auch Band 6 fand ich nicht so toll.
Wirklich spannendes passierte nichts, aber ich fand´s doch ganz angenehm zu lesen. Der Tod von Mad-Eye ging mir nich allzu nah aber das Lupin gestorben ist fand ich schade, er war einer meiner Lieblingsfiguren. Am trauritgsten war aber dennoch der Tod von Dobby geschildert, wie Nina schon sagte, bei Fred ging es viel zu schnell und nebensächlich, als dass man hätte groß Trauern können.
Ich finde, dass das “Niveau” (nicht ganz das richtige Wort) sich von Band 1 – Band 7 entwickelt und gewachsen ist. Genau wie Harry sich vom kleinen Jungen , zum pubertierenden Teenie, zum Erwachsenen entwickelt hat. Ich bin mit Harry Potter aufgewachsen. War etwas jünger als er im ersten und bin heute so alt wie er heute im siebten.
Kinderbücher? vielleicht 1-3, (vielleicht noch 4) ab dann würde ich es nicht mehr 11-jährigen zu lesen geben. Aber sieht man sich einmal die Wortwahl an , so bemerkt man schon deutliche Unterschiede, im ersten sind die Sätze noch sehr kingerecht, alles ist ein wenig witzig-komisch und leicht verdaulich geschrieben. Dumbledore wird als schräge Figur dargestell und Hogwarts ist der perfekte, sichere und unangreifbare Ort.
Ich bewundere dich , Nina und alle anderen , die es geschafft haben diese Bücher auf Englisch zu lesen, und alles zu verstehen :-)
Die Übersetzungen waren teilweise 1:1 übersetzt und entweder ist es mir damals nie aufgefallen , aber hatte Hagrid schon immer diese Dialekt?
Auf Englisch verstehe ich , wenns gut läuft vielleicht den Sinn – auch wenn ich es teilweis richtig mißverstehe – aber mir macht es keinen wirklichen Spaß , da ich die Gefühle/Stimmungen beschrieben haben will, im Englischen kann ich mich nicht wirklich hineinversetzen.
Snape nun doch ein Guter und auch Slytherin ist nicht mehr dass, was es einmal war.
Dieses neunzehn Jahre später war mir etwas zu kitschig und zu rosig.
Ich glaube NICHT dass Rowling weiterschreiben wird. Alles hat einmal ein Ende und ich denke, dass auch eine Autorin mal “fertig” sein möchte, traurig, aber auch froh sein wird, diese Kapitel nun endlich abgeschlossen zu haben.
Ich könnte mir höchstens vorstellen (auch wenn ich nicht daran glaube) dass die Geschichte mit Harrys Sohn/Kindern losgeht, jem. neues Böses auftaucht…
Aber kann mir einer folgendes Erklären :
Parvati sagt im deutschen siebten Band, nach der Schlacht.dass man den “Beitrag von Slytherin” nicht vergessen soll.
Was meint sie damit?
@ weiße Wölfin: Ich muss gestehen, ich habe die Szene jetzt nicht mehr im Kopf, wo Parvati das sagt, aber ich könnte mir zumindest vorstellen, dass sie gemeint hat, dass auch einige Slytherins gegen Voldemort & Co. gekämpft haben. Slugworth zum Beispiel, sicher aber auch einige andere.
Kann aber auch sein, dass ich mich hier irre und es im Zusammenhang betrachtet ganz anders gemeint war.
Und ja, Hagrid hatte von Anfang an einen derartigen Dialekt, den nichtmal die Briten richtig definieren können. Stephen Fry bringt den in seinen Hörbuchlesungen kongenial rüber.
ah, hatte es falsch gelesen oder erinnert. Es sagte nicht Parvati sonder dieser , na wie heißt er denn aus dem Gemälde Phineas N. (oder so ähnlich). Er meinte wohl Snape.
Die Szene mit Snape und Harry fand ich sowiso am besten..hätt fast geweint ;)
Ich mag solche die Bösen-sind-doch-nicht-(so)-Böse-Szenen ;)
Phineas Nigellus Black. Ja, klar, der war ja selbst ein Slytherin, ganz klar, dass er deren Beitrag hervorkehrt. ;-)
Ok, dann gleich noch ein paar Fragen :)
Schon wieder vergessen, wenn je verstanden …
Wer noch mal dieser blonde Junge und was hat er Gregorowitsch gestohlen ?
Warum konnte eigentlich Harry wiederauferstehen? “Nur” weil er sterben wollte seine Mutter nicht auch sterben ? Allerdings aus einem anderen Grund ..oder wie oder was :-P
(nur wenns nicht zuviel mühe macht antworten ;-)