Totentanztagung 2007
Geschrieben in News, Tipps am Mittwoch, 25.04.2007Vom 27. – 29. April findet wieder die Jahrestagung der Europäischen Totentanzvereinigung statt. Ort des Geschehens ist diesmal Düsseldorf, genauer die Robert Schumann Hochschule. Dieses Jahr halte ich keine Rede, aber einen Besuch ist die Tagung allemal wert, vor allem, wenn man sich für einen geisteswissenschaftlichen Zugang zum Thema Tod interessiert.
Themenschwerpunkt dieses Jahr: Tod und Tanz (Link führt auf die Website des Vereins mit dem Tagungsprogramm).
Da ich bei der Tagung zugegen sein werde, wird sich der nächste Strip leider etwas verzögern. Ich hatte gehofft, ihn noch vor meiner Abreise morgen fertig zu bekommen, ist mir aufgrund Arbeitsauslastung aber leider nicht gelungen. Dies nur als Info.
Wer in der Nähe ist und vorbeischauen möchte ist jedoch gerne gesehener Gast. Und nein, wir tanzen nicht im Kreis um tote Hühner herum, das ganze ist unterm Strich relativ nüchtern und trocken, aber dennoch spannend, weil ja der Tod im Rampenlicht steht. Gibt es was schöneres? :-)

Zitat: NINA
“Gibt es was schöneres? :-)”
Einen großen runden Dauerlutscher. :)
Bring uns ein Paar hübsche Andenken mit :)
Der Themenschwerpunkt der Jahrestagung der *Totentanzvereinigung* lautet *Tod und Tanz* – hach, wie originell! Da hat Ninas Tod eindeutig mehr Humor. Trotzem viel Spaß (in diesem Fall wohl: Spass) dort.
Wie muss ich mir so eine Tagung dann vorstellen? Würd mich ma interessieren.
@Peer: Du sitzt in einem großen oder kleinen Saal (je nach Veranstaltungsort) und hörst dir Vorträge zum Thema Tod an. Jedes Jahr gibt es dazu andere Spezialthemen. Die Themen kannst du auf der Totentanz-Seite die Nina verlinkt hat einsehen. Dieses Jahr eben Tod und Tanz. Auf dieser Seite findest du auch eine Themenübersicht der vergangenen Tagungen.
Diese Vorträge kann man dann in der Regel auch im Jahrbuch der Europäischen Totentanzvereinignung nachlesen, welches käuflich zu erwerben ist.
@ Großer Schw. Vogel: Voriges Jahr war das Thema “Tod & Erotik”, vorvoriges Jahr “Tod & Krieg”, davor “Tod & Musik”. Dass es heuer wirklich endlich mal “Tod & Tanz” ist, ist also keineswegs so selbstverständlich und verdient daher keine Polemik. Aber ich gebe zu, einem Neuling erscheint es vielleicht merkwürdig.
Korrigieren möchte ich aber den Eindruck, dass mein Tod “lustiger” sei. Unsere heutigen Todesbilder (zumindest die, die sich am eigenen Kulturkreis orientieren) sind mehr oder weniger von dem mittelalterlichen Todesbild geprägt. Meiner umso mehr, als ich diese Beeinflussung bewusst zulasse. Der Tod aus den Totentänzen und anderer Darstellungen ist vielfach zynisch, treibt mit seinen Opfern Schabernak und verhöhnt sie. Diese Bilder sind die Quelle, ohne die es heute keinen Kuttentod gäbe und vor der man sich also verneigen muss. Meine Geschichte baut lediglich darauf auf, mehr nicht.
So sehr ich mich also über das Kompliment freue, es trifft nicht zu.
“Tod & Tanz” – ok, so klingt es logischer.
Übrigens habe ich nicht gemeint, dass dein Tod “lustiger” ist, er hat nur mehr Humor – und da ich für Zynismus und schwarzen Humor durchaus empfänglich bin, habe ich dies auch in diesem Sinne gemeint.
Hallo Nina!
Hoffe du lieferst uns einen ausführlichen Bericht über das Treffen?
Totentanztagung…
klingt unheimlich sympathisch, nicht umsonst heisst eine meiner Lieblingsbands “Saltatio Mortis” also Totentanz.
Interessant finde ich, dass man in früheren Zeiten (bis ins späte Mittelalter) geglaubt hat der Spielmann könne den Tod vertreiben, nach dem Motto “Wer tanzt, stirbt nicht”. Ich finde diese Vorstellung toll, würde genau ins Thema Tod & Tanz passen. Bin neugierig ob dieses Thema an der Tagung auch vorkam ^^
Jetzt weiß ich endlich auch auf wenn “der Tod und der Autor” anspielt. Wie kommt es denn dass es dort steht, du machst daraus doch sonst ein Geheimnis?